6.3 DrogengebraucherInnen

6.3.1 Printmedien

6.3.1.1 Deutschsprachig

Drogenkurier

Der Drogenkurier - Rundbrief des bundesweiten JES Netzwerks - ist das Informationsmedium des bundesweiten Selbsthilfe-Netzwerks JES (Junkies, Ehemalige, Substituierte). Herausgeber: JES Koordination, c/o Deutsche AIDS-Hilfe.


Substitutionshandbuch (Methadon / Polamidon)
Drogennotfall-Handbuch

In einer erweiterten und aktualisierten dritten Auflage erschienen ist das Substitutionshandbuch, das sich an DrogenkonsumentInnen und ihre Helfer wendet. Das 32seitige Heft (Format A5) behandelt Voraussetzungen und Möglichkeiten zur Substitution, Substitutionsmedikamente und häufig gestellte Fragen zum Leben als SubstituierteR.

Das 20seitige Drogennotfall-Handbuch (Format A5) beinhaltet u.a. Informationen zum Erkennen eines Drogennotfalls sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen. Auch auf russisch erhältlich.

Beide Handbücher können gegen einen Kostenbeitrag bezogen werden bei Fixpunkt e.V.


Ein gutes Beispiel für regionale Drogenarbeit gibt die Broschüre

AIDS-Hilfe NRW (Hrsg.): Drogenarbeit in und aus regionalen Zusammenhängen nordrhein-westfälischer AIDS-Hilfen, AIDS-Hilfe NRW, Köln 1999.


6.3.1.2 International

International Journal on Drug Policy

Offizielle Zeitschrift der International Harm Reduction Association (http://www.ihra.net), bei der Artikel zu Drogengebrauch und Drogenpolitik sowie die Diskussion über Konsequenzen für das öffentliche Gesundheitswesen und Public Health im Vordergrund stehen. Weitere Informationen unter http://www.elsevier.com.


6.3.2 Treffen und Konferenzen

6.3.2.1 Deutschsprachig

akzept Drogenkongress

Der 7. akzept Drogenkongress fand im September 2002 in Jena statt, der 6. internationale akzept Drogenkongress "Gesellschaft mit Drogen - Akzeptanz im Wandel", veranstaltet vom Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik, fand vom 5. bis 7. Oktober 2000 in Berlin statt. Der akzept-Kongress versucht, fachliche und drogenpolitische Debatten miteinander zu verbinden, um auf beiden Ebenen Fortschritte für die Hilfe, Selbstorganisation und Selbstbestimmung von DrogengebraucherInnen voranzutreiben. Informationen: http://www.akzept.org.


Nationaler Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen

Seit 1998 findet jedes Jahr am 21. Juli der nationale Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen statt. AIDS-Hilfen, Gruppen des Selbsthilfenetzwerks JES und Angehörigengruppen machen in zahlreichen Städten durch Mahnwachen, Trauermärsche, Informationsstände und andere Aktionen auf die häufig menschenunwürdigen Lebens- und Konsumbedingungen aufmerksam.


Treffen für DrogengebraucherInnen

Werden u.a. vom Drogenreferat der Deutschen AIDS-Hilfe sowie von JES veranstaltet. JES bietet in regelmäßigen Abständen auch Seminare für Frauen an.


6.3.2.2 International

In regelmäßigen Abständen findet die International Conference on the Reduction of Drug Related Harm statt, z.T. mit internationalem Usertreffen. Weitere Informationen bei der International Harm Reduction Association unter http://www.IHRA.net.


6.3.3 Gruppen und Organisationen

6.3.3.1 Deutschsprachig

JES (Junkies, Ehemalige, Substituierte)

Das Selbsthilfe-Netzwerk JES ist bundesweit in zahlreichen Städten mit Regionalgruppen vertreten und begreift sich als Interessenvertretung aller Menschen, die Drogen nehmen oder genommen haben. Die Anschriften und Kontaktadressen der lokalen und regionalen Mitgliedsgruppen des Selbsthilfe-Netzwerkes JES werden jeweils aktuell im "Drogenkurier" veröffentlicht und sind auch im Adressteil des AIDSfinders zu finden. JES, c/o Drogenreferat der Deutschen AIDS-Hilfe, http://jes.aidshilfe.de, jes-sprecherrat@yahoogroups.de.


6.3.3.2 International

Central and Eastern European Harm Reduction Network (CEE-HRN)

In dem Netzwerk arbeiten mittel- und osteuropäische Organisationen und Einzelpersonen zusammen mit dem Ziel, Drogen-, HIV- und Gesundheitspolitik sowie die Situation sozialer Randgruppen positiv zu beeinflussen. Informationsvermittlung wird zweisprachig (Englisch und Russisch) erreicht über eine Website, E-mail-Liste, Newsletter (gedruckt und elektronisch) sowie Übersetzung und Verteilung von Dokumenten und Trainingsmaterialien.

Secretariat CEE-HRN
Pamenkalnio St. 19-6
Vilnius
Lithuania
Tel. 00370-5269 1600, Fax 00370-5269 1601
info@ceehrn.org
http://www.ceehrn.org


Central and Eastern European Network of Drug Services in Prison (CEENDSP)

Dieses von der EU unterstützte Netzwerk von 10 mittel- und osteuropäischen Staaten hat es sich zum Anliegen gemacht, die Gesundheitsversorgung von Drogengebrauchern in Gefängnissen Osteuropas zu verbessern, Ansprechpartner zu identifizieren und bei politischen Entscheidungsträgern Lobbyarbeit zu leisten. Kongresse, Newsletter und Diskussionsforen begleiten diese Arbeit. Informationen:

CEENDSP
3rd floor, room 5
Wiśniowa 50
02-520 Warsaw, Polen
Tel. & Fax 0048-22 / 640 82 71
http://www.ceendsp.net
office@ceendsp.net


European Coalition for Just and Effective Drug Policies (ENCOD)

Dieses Netzwerk europäischer Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Privatpersonen wurde 1994 gegründet und hat unter anderem das Ziel, im Rahmen der internationalen Drogenpolitik darauf hinzuwirken, dass auch sozialpolitische Aspekte berücksichtigt werden.

ENCOD
Lange Lozanastraat 14
2018 Antwerpen, Belgien
Tel. 0032-3 / 237 74 36
Fax 0032- 3 / 237 02 25
http://www.encod.org
encod@glo.be


6.3.4 Internetangebote

6.3.4.1 Deutsch

Cannabis-Forum

Unter http://www.diecannabiskampagne.de wurde von akzept die Cannabis-Kampagne ins Leben gerufen, um Kräfte für eine Cannabis-Reformpolitik in Deutschland zu sammeln und Initiativen zu bündeln. Bisher haben ca. 3000 Organisationen und Einzelpersonen den Minimalkonsens zur Veränderung der Cannabis-Politik unterschrieben. Die zeitlich begrenzte Kampagne ist beendet; ein Cannabis-Forum ist über die Akzept-Internetseite zu erreichen oder direkt auf http://www.s-webdesign.nl/akzept//dascannabisforum/ziele.html.


Indro e.V

INDRO ist das 1990 gegründete "Institut zur Förderung qualitativer Drogenforschung, akzeptierender Drogenarbeit und rationaler Drogenpolitik e.V." mit Sitz in Münster (Westfalen). Der Verein bietet unter http://www.indro-online.de/ unter anderem eine ausführliche Liste von Internetadressen zum Thema Drogen und Drogengebrauch. Sie ist unterteilt in deutsche, österreichische, schweizerische und internationale Angebote.


JES (Junkies, Ehemalige, Substituierte)

JES bietet unter http://jes.aidshilfe.de u.a. Informationen über eigene Aktivitäten, Ansprechpartner, regionale Organisationen, politische und gesellschaftliche Veränderungen für Drogengebraucher.


6.3.4.2 International

DrugText

DrugText bietet unter http://www.drugtext.org Informationen zu Drogen und Drogenpolitik, Gesundheit und Harm Reduction. DrugText ist in der deutschsprachigen Version (http://deutsch.drugtext.org) noch im Aufbau begriffen.
DrugText, FDPHR
Koninginneweg 189
1075 CP Amsterdam, Niederlande


International Harm Reduction Association (IHRA)

Informiert über Drogenpolitik in verschiedenen Ländern, bietet Unterstützung bei der Policy-Formulierung und stellt Informationen über Substanzen zur Verfügung. Umfangreiche Linkliste.

IHRA
PO BOX 818
North Melbourne Victoria 3051, Australia
Tel. 0061-3 / 9278 8104
Fax 0061-3 / 9328 3008
http://www.IHRA.net


NEP

NEP ist eine US-amerikanische e-mail-Diskussionsliste zu Nadeltausch (NEP = Needle Exchange Programms). Anmeldung durch e-mail mit der Nachrichten <subscribe nep Vorname Nachname> an listproc@drcnet.org. Nach Aufnahme in die Liste werden Diskussionsbeiträge gesendet an die Adresse nep@drcnet.org.


©1999, 2004 AIDSfinder zuletzt aktualisiert am: 26.11.2004