6.6 Verschiedenes

6.6.1 Printmedien

6.6.1.1 Deutschsprachig

Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen, medizinische Versorgung für Menschen mit HIV und AIDS – weltweit

Die zweibändige Veröffentlichung der Deutschen AIDS-Hilfe (Schnellfinder 22 S. und Quellenband 164 S.) ermöglicht schnelle Informationen über die Einreise- und Aufenthaltssituation von Positiven in 160 Ländern der Welt. Zudem werden im Quellenband auch jeweilige NGOs genannt. Eine Ergänzung um die noch fehlenden 30 Länder ist vorgesehen. Beide Texte können als Datei angefordert werden bei dennis.kusitzky@dah.aidshilfe.de Hinweis: Über Einreisebestimmungen (auch hinsichtlich HIV) finden sich (englischsprachige) Informationen auch im Internet u.a. auf http://travel.state.gov/HIVtestingreqs.html

 


 

Selbstorganisation von Migrantinnen und Migranten in NRW

Die zweibändige Veröffentlichung stellt eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme dar und beinhaltet neben der wissenschaftlichen Auswertung auch ein umfangreiches Adressverzeichnis. Beide Bände können bestellt werden bei Gemeinnützige Werkstätten Neuss GmbH, Herr Wendlinger, Am Krausenbaum 11, 41464 Neuss

 


 

Die Rechte der Patienten. Tips für den richtigen Umgang mit Ärzten und Spitälern.

Konsumenteninfo K Dossier Nr. 4, zu beziehen für CHF 17.- über K-Tip, Dossier Patientenrecht, CH – 9401 Rorschach oder im Volltext im Internet unter http://www.k-tip.ch/ktip/Kdossier/best.html

6.6.1.2 International

Migration

Das Netzwerk MAHA gibt einen Newsletter heraus, der über europäische Migranten-Communities und die Auseinandersetzung mit AIDS berichtet. Weitere Informationen bei MAHA. Wichtige Artikel des Newsletters werden auch als e-mail vertrieben unter dem Namen Migrants Weekly.

 

6.6.2 Treffen und Konferenzen

6.6.2.1 Deutschsprachig

Angehörige

Treffen von Angehörigen von Positiven werden veranstaltet vom Netzwerk Angehörige von Menschen mit HIV und AIDS. Die Treffen finden mehrmals pro Jahr im Waldschlößchen statt. Für 2000 ist ein weiteres Treffen geplant vom 17. bis 19. November in Eppenhain, weitere Informationen, auch zu weiteren Treffen, bei der Deutschen AIDS-Hilfe.
Auch das 
Angehörigennetzwerk veranstaltete regelmäßig Treffen, weitere Informationen bei der Deutschen AIDS-Hilfe.


6. Bundesweiter Kongress Armut & Gesundheit

Der 6. Kongress Armut & Gesundheit findet am 1. und 2. Dezember 2000 in Berlin statt. Zu den Themenkomplexen, die im Kongress behandelt werden, zählt auch der Bereich AIDS und Armut. Weitere Informationen bei Gesundheit Berlin e.V., Wiesener Str. 17, 12101 Berlin, http://www.gesundheitberlin.de 


Die Bundesversammlung der Eltern und Geschwister findet seit 1997 parallel zur Bundespositivenversammlung statt, 1999 war sie vom 26. bis 28. August. Für 2001 ist eine Bundesversammlung parallel zur Veranstaltung Positive Begegnungen geplant. Die Bundesversammlung der Eltern und Geschwister wird mitveranstaltet vom Netzwerk der Angehörigen von Menschen mit HIV und AIDS. Weitere Informationen bei der Deutschen AIDS-Hilfe.


Bildungswerk

Das Bildungswerk AIDS und Gesellschaft des Waldschlößchens wendet sich mit Veranstaltungen an alle, die sich mit gesundheitlichen, sozialen, psychischen, gesundheitspolitischen und rechtlichen Aspekten der HIV-Infektion beschäftigen. Neben Schulungsmaßnahmen stehen dabei Angebote für Menschen mit HIV und AIDS, deren PartnerInnen, Freunde und Angehörige im Mittelpunkt.


Wirte

… von Schwulenlokalen und -saunen

Die Deutsche AIDS-Hilfe veranstaltet Treffen mit Fortbildungsmöglichkeiten für Wirte von Schwulenlokalen und -saunen. Weitere Informationen bei der Deutschen AIDS-Hilfe.

… von Stricherkneipen

In unregelmäßigen Abständen finden Treffen statt für Wirte von Stricherkneipen und Boy-Clubs. Weitere Informationen bei SUB/WAY berlin e.V., Nollendorfstraße 31, 10777 Berlin, Tel. 030/215 57 59

 

6.6.3 Gruppen und Organisationen

6.6.3.1 Deutschsprachig

Angehörige von Menschen mit HIV und AIDS

Das Netzwerk Angehörige von Menschen mit HIV und AIDS wurde im August 1997 im Rahmen der Bundespositivenversammlung Bremen gegründet. Es besteht überwiegend aus Eltern und Geschwistern von Menschen mit HIV und AIDS und will sowohl Ansprechpartner für Angehörige sein, als auch Lobbyarbeit und Antidiskriminierungsarbeit leisten. Vom Netzwerk können auch Kontakte zu regionalen Angehörigengruppen hergestellt werden. Weitere Informationen über die Deutsche AIDS-Hilfe oder im Internet unter http://www.mmhg.de/angehoerigen-netzwerk.


Elterninitiative HIV-betroffener Kinder e. V.

Die Elterninitiative HIV-betroffener Kinder e.V. hat sich im Jahr 1991 gegründet, um bei der Bewältigung der vielfältigen Probleme von Familien, die durch das AIDS-Virus in eine besonders schwere Situation geraten sind, mitzuwirken. Weitere Informationen im Internet unter der Adresse http://www.webdesign-grethe.de/ehk/


Migration

Anfang 1999 hat sich in München die Africa Positive Association gebildet, eine Selbsthilfegruppe afrikanischer HIV-Positiver, die in München leben. Kontakt über die Münchner AIDS-Hilfe e.V.

In Berlin steht als Kontaktstelle für Migranten und Migrantinnen zur Verfügung AKAM AIDS-Koordinations- und Anlaufstelle für MigrantInnen, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Tel. 030 / 280 77 57, Fax 030 / 280 77 58

sowie ebenfalls in Berlin die von MigrantInnen mit HIV/AIDS gegründete Gruppe Afrikaherz, die sich das Ziel gesetzt hat, die gesundheitliche Situation afrikanischer MigrantInnen in Deutschland zu verbessern. Afrikaherz, c/o VIA Gesundheit und Migration, Kadiner Straße 17, 10243 Berlin, Deutschland, Tel. 030/29006948


Partydrogen

Viele Party-People konsumieren auf Raves oder Partys Partydrogen wie Ecstasy (XTC), Cannabis, Speed oder andere chemische Substanzen. Wie vertragen die sich mit Kombinationstherapien, welche Aus- und Wechselwirkungen gibt es? Aus diesen Fragen heraus entstand das medizinische Rave-Netzwerk “factory X plus” – das Netzwerk für positive Partypeople. Informationen über “factory x plus”, c/o Helmut Ahrens, Nollendorfplatz 8-9, 10777 Berlin. Informationen zum Thema Rave, Partydrogen und Gesundheit gibt es auch bei den zahlreichen Eve and Rave Vereinen, die eine gute gemeinsame Website unterhalten unter http://www.eve-rave.net.


Stricher

In einigen (wenigen) Städten beschäftigen sich Projekte mit den Problemen männlicher Prostituierter, u.a. auch HIV/AIDS.

  • SUB/WAY berlin e.V., Nollendorfstraße 31, 10777Berlin
  • KISS, Alte Gasse 37, 60486 Frankfurt am Main
  • MARIKAS, Dreimühlenstraße 1, 80469 München
  • Looks e.V., Pipinstraße 7, 50667 Köln, Tel. & Fax 0221 / 240 56 50

 

6.6.3.2 International

European Forum on HIV/AIDS, Children and Families

“Promoting the needs of children and families affected by HIV/AIDS in Europe”, dies setzt sich das European Forum on HIV/AIDS, Children and Families als Ziel, das hierzu auch einen vierteljährlichen Newsletter herausgibt. Weitere Informationen bei European Forum on HIV/AIDS, Children and Families, 111-117 Lancaster Road, London W11 1QT, Tel. 0044-20/8383 5697, Fax 0044-20/8383 5620, e-mail Katherine@euskida.demon.co.uk


Migration

Migrants Against HIV/AIDS, kurz MAHA, ist ein kleines, von Frankreich ausgehendes Netzwerk von Immigranten- und AIDS-Aktivisten aus sogenannte Dritte-Welt-Communities, die in Europa leben. MAHA gibt u.a. einen Newsletter heraus (Printfassung und als e-mail-Version). Kontakt über Migrants against HIV/AIDS, c/o FTCR, 70 rue de la Fraternité, F – 93170 Bagnolet, Tel. 0033-1/42410770, Fax 0033-1/40181861oder im Internet unter http://www.hivnet.ch/migrants oder http://www.aegis.com/maha/, sowie per e-mail an MAHA@espaceweb.ch.


European Network of Migrants Living with HIV/AIDS
Im Februar 2000 wurde in Amsterdam von einer Gruppe HIV-positiver MigrantInnen aus verschiedenen Ländern das European Network of Migrants Living with HIV/AIDS gegründet. Neben gegenseitiger Unterstützung stehen vor allem Menschenrechtspolitik und die europäischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen im Mittelpunkt der Arbeit des Netzwerks. Weitere Informationen per Email bei 
PabloFdz@aol.comMassimomele@tiscalinet.it oder Pasaa@club.tip.nl

Mit Schwerpunkt auf der US-amerikanischen Situation, aber auch unter Berücksichtigung von Aspekten internationaler Migration arbeitet die Lesbian & Gay Immigration Rights Task Force (LGIRTF), P.O.Box 7741, New York, NY 10116-7741, Tel. 001-212/8189639, http://www.lgirtf.org. LGIRTF vermittelt (auch HIV-spezifische) Ansprechpartner bei juristischen Problemen.
Stärker auf internationale Aspekte konzentriert sich das International Gay and Lesbian Human Rights Task Force Asylum Program, 1316 Mission St., Suite 200, San Francisco, CA 94103, Tel. 001-415/2558680. Hier werden sowohl Ansprechpartner vermittelt, die Organisation steht aber auch selbst als Informationsquelle und Ansprechpartner für Fragen in Sachen HIV und Recht zur Verfügung.


Menschen in Haft

Bereits 1986 wurde in New York das ‘AIDS in Prison Project’ gegründet. Es dürfte damit zumindest eines der ältesten Projekte sein, das sich mit HIV und AIDS in Gefängnissen auseinandersetzt. AIP wendet sich an Gefangene und ehemalige Gefangene und behandelt Themen wie medizinische Fragen und Versorgung, HIV-Prävention in Knästen, Unterstützungsmöglichkeiten, aber auch die Betreuung nach der Entlassung.

AIDS in Prison Project, 135 East 15th Street, New York, NY 10003, Tel. 001-212/673 6633, Fax 001-212/780 9878, Internet http://www.aidsinfonyc.org/aip/

 

6.6.4 Internetangebote

6.6.4.1 Deutschsprachig

Kirche positHIV

Bundesweit einzigartig und konfessionsübergreifend für Katholiken und Protestanten offen ist Kirche positHIV, eine Vereinigung von Männern und Frauen, die direkt oder indirekt mit HIV konfrontiert sind und eine Anbindung an Kirche suchen.
Herbartstraße 4-6, 14057 Berlin, Tel. 030/3267 1802, Fax 030/3260 3311,


Positive Väter

Die Arbeitsgemeinschaft Positive Väter des Bundesweiten Netzwerks ist im Internet erreichbar unter http://home.nikocity.de/positivevaeter.


Hörgeschädigte

Der Bundesverband der gehörlosen Lesben und Schwulen e.V. bietet auf seinen Internetseiten http://www.bgls.de unter anderem eine Auflistung aller AIDS-Beratungsstellen für Gehörlose (Adressen auch im Adreßteil des AIDSfinders) sowie Informationen über Informationsmaterial zu HIV/AIDS für Gehörlose.

 

6.6.4.2 International

AIDS-Dissidenten

Es gibt sie immer noch, jene Menschen, die glauben, nicht etwa HIV sei die Ursache von AIDS, sondern z.B. ungesunde Lebensweisen, Poppers etc. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Meinung ist Peter Duesberg, der im Internet präsent ist unter Duesberg’s AIDS Research Web Site http://www.duesberg.com/, weitere “Dissidenten”-Meinungen z.B. auch auf der “Rethinking AIDS HomePage” http://www.virusmyth.com/aids/index.htm.

… Und es gibt auch sehr qualifizierte Stellungsnahmen, die sich mit den Thesen und Behauptungen der AIDS-Dissidenten auseinandersetzen. Eine der besten ist die Ausgabe 350 der AIDS Treatment News von John James, eine PDF-Version kann heruntergeladen werden auf http://www.aidsnews.com
Auch auf den Internetseiten des US-amerikanischen NIAID findet sich umfangreiches Material zur Frage der AIDS-Dissidenten und ihrer Thesen. 
http://www.niaid.nih.gov.


Dritte Welt

Über 90% aller HIV-infizierten Leben nicht in wohlhabenden, industrialisierten Staaten, sondern in weniger industrialisierten Ländern (sog. “Dritte Welt”). Lebensrettenden Therapien stehen hier meistens überhaupt nicht oder nur in sehr geringem Umfang zur Verfügung. Neben den ökonomischen und sozialen Bedingungen in den jeweiligen Staaten sind auch die Patent- und Handelspolitik der industrialisierten Staaten hieran nicht unbeteiligt.

Mit diesem Themenbereich beschäftigt sich die Health GAP Coalition (GAP gleichzeitig als “Lücke” wie als Acronym für Global Access Project). Weitere Informationen im Internet unter der Adresse http://www.aids.org/healthgap/index.html.


Ernährung

Eine gute Übersicht über Informationsmöglichkeiten zu Ernährung bietet http://www.hivresources.com. Die Site ist zwar etwas sehr an US-amerikanischen Gewohnheiten orientiert, bietet aber zahlreiche Links zu Informationen über Ernährung allgemein, Besonderheiten bei HIV, (englischsprachige) Literaturempfehlungen bis hin zu Rezepten.


Hörgeschädigte

Informationen zu HIV und AIDS, die speziell auf die Bedürfnisse von Hörgeschädigten zugeschnitten sind, sind im deutschsprachigen wie auch internationalen Raum noch selten. Eine (teils sehr auf die US-Situation eingehende) Übersicht, wie Informationen für Taube und Hörgeschädigte gestaltet werden können, einschließlich Beispielen, finden sich auf einer Dia-Show im Internet unter der Adresse http://www.aegis.com/hivinfoweb/library/news/index.html

Das (ebenfalls US-amerikanische) Deaf AIDS Center will Prävention und Information in der Community der Hörgeschädigten leisten, über besondere Bedürfnisse und Problemstellungen Hörgeschädigter im Kontext HIV/AIDS aufklären und Selbsthilfegruppen hörgeschädigter HIV-Infizierter unterstützen. Weitere Informationen im Internet unter http://www.queernet.org/dbs/dac/.


Marihuana / Cannabis

Eine Spezialität: Unter zahlreichen Informationen allgemeiner Art auch einige Artikel, die sich mit gesundheitsbezogenen Themen zu HIV und Marihuana beschäftigen: http://www.marijuana.org. Weitere Informationen zur medizinischen Verwendung von Marihuana auch unter http://mojo.calyx.net/~olsen/MEDICAL/medical.html.


Medibolics

Informationen für Positive zu den Möglichkeiten, die Ernährung, Sport und Hormontherapien bieten, finden sich auf diesem Nonprofit-Internetangebot. http://www.medibolics.com.

 

6.6.5 Diskussion / Information

6.6.5.1 Deutschsprachig

6.6.5.2 International

alt.herpes, alt.support.herpes

Die Newsgroup alt.herpes umfaßt Diskussionen zu den Herpes-Viren und durch sie verursachte erkrankungen. Die Newsgroup alt.support.herpes dient der (eher emotionalen) Unterstützung von Menschen, die mit einem der Herpes-Viren infiziert sind, untereinander.


alt.support.AIDS.partners

Die Newsgroup alt.support.AIDS.partners richtet sich vornehmlich an die Partner von Menschen mit HIV und AIDS, diskutiert werden hier insbesondere Probleme, die sich in serodiskordanten Paaren ergeben können.


alt.support.tuberculosis

Eine Newsgroup für Menschen, die an Tuberkulose erkrankt sind, ebenfalls mehr für emotionale Unterstützung als “harte” medizinische Informationen.


HEMOPHILIA-SUPPORT

ist eine Diskussionliste sowohl für persönliche Erfahrungsberichte als auch Informationsaustausch zu medizinischen Themen rund um Hämophilie (Bluterkrankheit). Die Liste ist zwar nicht speziell für HIV und AIDS eingerichtet, ein Teil der Listenteilnehmer ist jedoch HIV-positiv, HIV-bezogene Themen für Hämophile werden auf der Liste diskutiert. Zur Anmeldung bei der Liste eine e-mail senden an lists@Web-Depot.com mit dem Nachrichtentext subscribe Hemophilia-Support.


HEPV-L

ist eine Diskussionsliste, die Hepatitis-Erkrankungen (insbesondere Hepatitis B und Hepatitis C) und damit verbundene Fragestellungen zum Thema hat. Hohe Anzahl täglicher e-mails. Abo per e-mail an listserv@maelstrom.StJohns.edu mit dem Text subscribe HEPV-L.


MIGRANTS-WEEKLY

Diese e-mail-Liste vertreibt Informationen / Artikel aus Migrants against AIDS, dem Newsletter über europäische Migranten-Communities, der von MAHA herausgegeben wird. Abonnement durch e-mail mit dem text “subscribe migrants-weekly <eigene e-mail-Adresse>”