5.4 Frauen / Kinder

5.4.1 Frauen

5.4.1.1. Bücher

Fowler MG; Bertolli J; Nieburg Ph: When is breastfeeding not best? The dilemma facing HIV-infected women in resource- poor settings. JAMA (Journal of the American Medical Association), Aug 1999, Vol 282, No 8: 781-83

Artikel bespricht die Muttermilchstudie von Miotti et al. (JAMA, Vol 282, No 8) und faßt den gegenwärtigen medizinischen Wissenstand zur Übertragung von HIV durch Stillen zusammen. Die Autoren zeigen die Wissenslücken zur HIV-Übertragung von Mutter auf Kind auf und machen auf das Dilemma von HIV-positiven Müttern in sogenannten Entwicklungsländern aufmerksam, ihr Kind sowohl durch als auch ohne Stillen einem Gesundheitsrisiko auszusetzen. Darüber hinaus drohen einer nicht stillenden Mutter und ihrem Kind oft Stigmatisierung und Ausgrenzung in ihrem sozialen Umfeld. Im Internet unter http://www.ama-assn.org/special/hiv/library/readroom/vol_282/ed90064x.htm als Volltext kostenlos einsehbar.


 

Infant feeding and mother-to-child transmission of HIV: WHO statement on current status of WHO/UNAIDS/UNICEF policy guidelines, Aug 1999. Genf: World Health Organisation (WHO)/UNAIDS 1999

Kommentar zur Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation im Hinblick auf Stillen oder Babynahrung und HIV-Übertragung von der Mutter auf Kind.


 

Miotti, PG; Taha ET, et al.: HIV Transmission through Breastfeeding: A study in Malawi. JAMA (Journal of the American Medical Association), Aug 1999, Vol 282, No 8: 744-749

Studie zur Übertragbarkeit von HIV durch Stillen, die in Malawi (Afrika) von 1994-97 durchgeführt wurde. 672 bei der Geburt HIV-negative Babies, die von ihren HIV-positiven Müttern gestillt wurden, wurden über einen Zeitraum von 2 Jahren untersucht. Im Internet unter http://www.ama-assn.org/special/hiv/library/readroom/vol_282/joc81538.htm als Volltext kostenlos einsehbar.


O’Sullivan, Sue; Thomson, Kate (Hrsg.): Positively woman: Living with AIDS. Rivers Pandora. Überarbeitete und aktualisierte Ausgabe 1996. 336 Seiten

40% aller HIV-Infizierten sind Frauen. Dennoch gibt es vergleichsweise wenig Literatur zu Frauenfragen im Zusammenhang mit AIDS. In diesem Buch berichten infizierte Frauen von ihren Erfahrungen mit HIV.


Roth, Nancy; Hogan, Katie (Hrsg.): Gendered epidemic: Representations of women in the age of AIDS. Routledge 1998. 256 Seiten

Präventionsstrategien und Therapien wurden vor allem für Männer in industrialisierten Ländern entwickelt. Die Beiträge zu diesem Buch, geschrieben von HIV-positiven Frauen, Wissenschaftlerinnen, Lehrerinnen, Künstlerinnen, Politikerinnen und Aktivistinnen, entwickeln Theorien und praktische Vorschläge zur Prävention bei Frauen.

5.4.1.2. Internetangebote

Eine gute Webpage zu frauenspezifischer Forschung mit Links zu anderen Angeboten bietet http://www.infoweb.org/women.


Im Kapitel Women and HIV Disease der AIDS Knowledge Base von der University of California in San Francisco ist eine Übersicht zu medizinischen Aspekten der HIV-Infektion bei Frauen zusammengestellt: http://www.hivinsite.ucsf.edu/akb/1997/04wom/index.html

 


A Guide to the Clinical Care of Women With HIV

Die Health Resources and Services Administration hat unter http://www.ask.hrsa.gov/detail.cfm?id=HAB00175 ein Handbuch im Internet zur Verfügung gestellt, das sich vor allem an Ärzte wendet, die in der Versorgung HIV-infizierter Frauen tätig sind.

 




Treat Yourself Right: Information for Women with HIV and AIDS

Unter http://www.whs.sa.gov.au/reports.htm findet sich diese Broschüre von HIV Women’s Project aus Australien. Inhalt: u.a. Behandlung der HIV-Infektion, komplementäre Therapien, opportunistische Infektionen, Schwangerschaft, gynäkologische Erkrankungen, Sexualität, Koinfektion HIV und Hepatitis C.


 

 

5.4.2 Kinder

Bialek, Ralf: Die medizinische Betreuung HIV-infizierter Kinder und Jugendlicher. Stuttgart: Enke 1995. 55 Seiten

Routinediagnostik bei HIV-infizierten und HIV-exponierten Kindern und Jugendlichen, das therapeutische Vorgehen und die Differentialdiagnostik häufiger Symptome in den unterschiedlichen Altersstufen werden dargestellt. Mit Kapiteln zur Therapie wichtiger Sekundärinfektionen und der peripartalen Betreuung HIV-exponierter Früh- und Neugeborener wendet sich das Buch an Kinderärzte.


Rudin, Christoph: Die HIV-Infektion im Kindesalter. Stuttgart, Jena: Gustav Fischer 1995. 424 Seiten, Abbildungen

Das Buch beinhaltet neben einem geschichtlichen Überblick eine epidemiologische Zusammenfassung und ein Kapitel zu Grundlagen für das Verständnis von AIDS. Übertragungswege und Klassifikationen für die HIV-Infektion im Kindesalter werden dargestellt. Die soziale Situation HIV-betroffener Kinder wird geschildert. Ein eigenes Kapitel ist dem Thema AIDS bei Kindern in Rumänien gewidmet ñ dort sind mehr als 3.000 Kinder HIV-infiziert.


Über klinische Studien informiert das Pediatric European Network for Treatment of Aids (PENTA) im Newsletter PENTA NEWS, zu beziehen bei Dr. Mike Sharland, Paediatric Infectious Diseases Unit, 5th Floor Lanesborough Wing, St Georgeís Hospital, Blackshaw Road, London SW17 0QT, United Kingdom. Fax 0044-20/8725 32 62 e-mail m.sharland@sghms.ac.uk

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