5.5 Frauen und Kinder

5.5.1 Frauen

5.5.1.1 Literatur

Bogner, Johannes; Grubert, Thomas A.: HIV und Schwangerschaft. Bremen: UNIMED 2001. 77 Seiten

Inhalt: Die schwangere HIV-Patientin (Diagnostik, Interkurrente Infektionen, Schwangerenbetreuung, Reduktion des Übertragungsrisikos); Das Kind der HIV-infizierten Mutter (Kinderärztliche Betreuung, Langzeitfolgen antiretroviraler Medikamente); Kinderwunsch und Schwangerschaft.


Deutsch-Österreichische Empfehlungen zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft sind online im Volltext einsehbar unter http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/aids-002.htm.

Telefon-Hotline zu Problemen im Zusammenhang mit HIV-Infektionen in der Schwangerschaft: 0178 - 282 0282


Fowler MG; Bertolli J; Nieburg Ph: When is breastfeeding not best? The dilemma facing HIV-infected women in resource- poor settings. JAMA (Journal of the American Medical Association), August 1999, Vol 282, No 8: 781-83

Der Artikel diskutiert die Muttermilchstudie von Miotti et al. (JAMA 1999, Vol 282, No 8) und faßt den gegenwärtigen medizinischen Wissenstand zur Übertragung von HIV durch Stillen zusammen. Die Autoren zeigen die Wissenslücken zur HIV-Übertragung von Mutter auf Kind auf und machen auf das Dilemma von HIV-positiven Müttern in sogenannten Entwicklungsländern aufmerksam, ihr Kind sowohl durch als auch ohne Stillen einem Gesundheitsrisiko auszusetzen. Darüber hinaus drohen einer nicht stillenden Mutter und ihrem Kind oft Stigmatisierung und Ausgrenzung in ihrem sozialen Umfeld. Unter http://www.ama-assn.org/ als Volltext kostenlos einsehbar.


Infant feeding and mother-to-child transmission of HIV: WHO statement on current status of WHO/UNAIDS/UNICEF policy guidelines, August 1999. Genf: World Health Organisation (WHO)/UNAIDS 1999

Kommentar zur Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation im Hinblick auf Stillen oder Babynahrung und HIV-Übertragung von der Mutter auf Kind. Online z.B. unter http://www.unicef.org/programme/breastfeeding/feeding.htm


Miotti, P.G.; Taha E.T.; Kumwenda NI et al.: HIV Transmission through Breastfeeding: A study in Malawi. JAMA (Journal of the American Medical Association), August 1999, Vol 282, No 8: 744-749

Studie zur Übertragbarkeit von HIV durch Stillen, die in Malawi (Afrika) von 1994-97 durchgeführt wurde. 672 bei der Geburt HIV-negative Babies, die von ihren HIV-positiven Müttern gestillt wurden, wurden über einen Zeitraum von 2 Jahren untersucht. Unter http://www.ama-assn.org/ als Volltext kostenlos einsehbar.


O'Sullivan, Sue; Thomson, Kate (Hrsg.): Positively women: Living with AIDS. San Francisco: Rivers Pandora. Überarbeitete und aktualisierte Ausgabe 1996. 303 Seiten

40% aller HIV-Infizierten sind Frauen. Dennoch gibt es vergleichsweise wenig Literatur zu Frauenfragen im Zusammenhang mit AIDS. In diesem Buch berichten infizierte Frauen von ihren Erfahrungen mit HIV.


Roth, Nancy; Hogan, Katie (Hrsg.): Gendered epidemic: Representations of women in the age of AIDS. London: Routledge 1998. 256 Seiten

Präventionsstrategien und Therapien wurden vor allem für Männer in industrialisierten Ländern entwickelt. Die Beiträge zu diesem Buch, geschrieben von HIV-positiven Frauen, Wissenschaftlerinnen, Lehrerinnen, Künstlerinnen, Politikerinnen und Aktivistinnen, entwickeln Theorien und praktische Vorschläge zur Prävention bei Frauen.


Stone, Valerie E.; Hogan, Joseph W.; Schuman, Paula; Rompalo, Anne M.; Howard, Andrea A.; Korkontzelou, Christina; Smith, Dawn K.: Antiretroviral Regimen Complexity, Self-Reported Adherence, and HIV Patients' Understanding of Their Regimens: Survey of Women in the HER Study. Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes (JAIDS 1.10.2001), Vol 28; No 2: 124-131

Anhand der HIV Epidemiologic Research Study (HERS) weisen die Autoren nach, dass eine Vereinfachung des Therapieregimen die wirksamste Massnahme zur Verbesserung der Adhärenz im Rahmen einer antiretroviralen Therapie ist.


5.5.1.2 Internet

All around women special (AAWS)

AAWS wurde im Mai 2000 durch den Dortmunder Verein ALL AROUND AIDS e.V. mit dem Ziel der Förderung frauenspezifischer AIDS-Forschung in Deutschland ins Leben gerufen, der für das erste Projektjahr als Träger fungierte. Am 6. April 2001 wurde in Bochum die neue Sektion ALL AROUND WOMEN Special innerhalb der DAIG (Deutsche AIDS-Gesellschaft e.V.) gegründet. Weitere Informationen:

Dipl.-Psych. Ulrike Sonnenberg-Schwan
Tel. 089 / 437 66 972
Fax 089 / 437 66 999
ulrike.sonnenberg-schwan@t-online.de
http://www.daignet.de


American Society for Reproductive Medicine

Hier finden sich u.a. die amerikanischen Richtlinien zur Behandlung von Frauen mit Kinderwunsch: http://www.asrm.org


Eine Webpage zu frauenspezifischer Forschung mit Links zu anderen Angeboten bietet http://www.infoweb.org unter der Rubrik "Women and HIV".


Im Kapitel Women and HIV Disease der HIV InSite Knowledge Base von der University of California in San Francisco ist eine Übersicht zu medizinischen Aspekten der HIV-Infektion bei Frauen zusammengestellt: http://hivinsite.ucsf.edu/InSite.jsp?page=kb-03-01-12


A Guide to the Clinical Care of Women With HIV

Die Health Resources and Services Administration hat unter http://www.ask.hrsa.gov/HIV.cfm?content=HIV ein Handbuch zur Verfügung gestellt, das sich vor allem an Ärzte wendet, die in der Versorgung HIV-infizierter Frauen tätig sind.


Treat Yourself Right: Information for Women with HIV and AIDS

Unter http://www.whs.sa.gov.au/ findet sich diese Broschüre von HIV Women’s Project aus Australien. Inhalt: u.a. Behandlung der HIV-Infektion, komplementäre Therapien, opportunistische Infektionen, Schwangerschaft, gynäkologische Erkrankungen, Sexualität, Koinfektion HIV und Hepatitis C.


5.5.2 Kinder

HIV-Leitfaden

Online verfügbar ist in einer aktuellen Version das pädiatrische Kapitel des HIV-Leitfadens unter http://www.HIV-Leitfaden.de - dort gelangt man über das detaillierte Inhaltsverzeichnis unter der Rubrik "Sonstiges" zu dem Kapitel "Diagnose und Therapie bei Kindern".


Rudin, Christoph: Die HIV-Infektion im Kindesalter. Stuttgart, Jena: Gustav Fischer 1995. 424 Seiten, Abbildungen

Das Buch beinhaltet neben einem geschichtlichen Überblick eine epidemiologische Zusammenfassung und ein Kapitel zu Grundlagen für das Verständnis von AIDS. Übertragungswege und Klassifikationen für die HIV-Infektion im Kindesalter werden dargestellt. Die soziale Situation HIV-betroffener Kinder wird geschildert. Ein eigenes Kapitel ist dem Thema AIDS bei Kindern in Rumänien gewidmet - dort sind mehr als 3.000 Kinder HIV-infiziert.


Wintergerst, Uwe (Hrsg.): HIV-Infektion im Kindes- und Jugendalter. Bremen: UNI-MED Verlag 2002. 192 Seiten, Abbildungen

Die Einführung von hochaktiven antiretroviralen Kombinationstherapien konnte die Prognose der HIV-Infektion sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen dramatisch verbessern. Dass diese Infektion trotz der guten Behandlungsmöglichkeiten dennoch kaum etwas von ihrem Schrecken verloren hat, hat vielfältige Ursachen, auf die in dem vorliegenden Fachbuch in aller Ausführlichkeit eingegangen wird. Die Diagnose "HIV-positiv" bedeutet insbesondere für Kinder und Jugendliche neben einer Fülle von Tabletten pro Tag auch Diskriminierung und einen schwierigen sozialen Umgang mit Nachbarn, Behörden und sogar ärztlichen Kollegen. Daher ist es ein besonderes Anliegen dieses Bandes, neben der Darstellung des derzeitigen medizinischen Wissensstandes auch sozialpädagogische, psychologische und pflegerische Aspekte der HIV-Infektion zu beleuchten.


PENTA

Über klinische Studien informiert das Pediatric European Network for Treatment of Aids (PENTA).
Informationen:
Dr. Mike Sharland
Paediatric Infectious Diseases Unit, 5th Floor Lanesborough Wing
St Georgeís Hospital
Blackshaw Road
London SW17 0QT, United Kingdom
Fax 0044-20/8725 32 62
http://www.ctu.mrc.ac.uk/penta
m.sharland@sghms.ac.uk.

Das PENTA-Netzwerk hat auch Richtlinien zur antiretroviralen Therapie der pädiatrischen HIV-Infektion veröffentlicht; http://www.pentatrials.org.


Behandlungsrichtlinien

Die deutsch-österreichischen Behandlungsrichtlinien der pädiatrischen HIV-Infektion sind u.a. bei den HIV/AIDS-Therapierichtlinien des Robert Koch-Instituts unter http://www.RKI.de einsehbar. Sie wurden publiziert in der Monatsschrift Kinderheilkunde, 2001; 149:1372-1382.


Die US-amerikanischen Behandlungsrichtlinien der pädiatrischen HIV-Infektion und zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung (perinatale Guidelines) sind einsehbar unter dem Stichwort "Guidelines" unter http://www.aidsinfo.nih.gov/.


Kindernothilfe e.V.

Die kirchlich getragene Kindernothilfe unterstützt u.a. Aufklärungsprojekte für Jugendliche in Afrika und hat unter http://www.kindernothilfe.de einen Internetschwerpunkt zum Thema "Kinder und AIDS" eingerichtet.

Zu Beratungseinrichtungen.


©1999, 2004 AIDSfinder zuletzt aktualisiert am: 04.10.2004