5.4 Frauen / Kinder

5.4.1 Frauen

5.4.1.1. Bücher und Printmedien

Bogner, Johannes; Grubert, Thomas A.: HIV und Schwangerschaft. Bremen: UNIMED 2001. 77 Seiten

Inhalt: Die schwangere HIV-Patientin (Diagnostik, Interkurrente Infektionen, Schwangerenbetreuung, Reduktion des Übertragungsrisikos); Das Kind der HIV-infizierten Mutter (Kinderärztliche Betreuung, Langzeitfolgen antiretroviraler Medikamente); Kinderwunsch und Schwangerschaft.


Deutsch-Österreichische Empfehlungen zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft sind abgedruckt im European Journal of Medical Research 1999; 4:35-42, sowie in:

Deutsche AIDS-Hilfe (Hrsg.): Therapien bei AIDS. Nachlieferung 6/98. Berlin: Deutsche AIDS-Hilfe 1998/1999 4.6 Deutsch-Österreichische Empfehlungen zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft. Nachlieferung 6/98. Berlin: Deutsche AIDS-Hilfe 1998/1999


Fowler MG; Bertolli J; Nieburg Ph: When is breastfeeding not best? The dilemma facing HIV-infected women in resource- poor settings. JAMA (Journal of the American Medical Association), Aug 1999, Vol 282, No 8: 781-83

Der Artikel diskutiert die Muttermilchstudie von Miotti et al. (JAMA, Vol 282, No 8) und faßt den gegenwärtigen medizinischen Wissenstand zur Übertragung von HIV durch Stillen zusammen. Die Autoren zeigen die Wissenslücken zur HIV-Übertragung von Mutter auf Kind auf und machen auf das Dilemma von HIV-positiven Müttern in sogenannten Entwicklungsländern aufmerksam, ihr Kind sowohl durch als auch ohne Stillen einem Gesundheitsrisiko auszusetzen. Darüber hinaus drohen einer nicht stillenden Mutter und ihrem Kind oft Stigmatisierung und Ausgrenzung in ihrem sozialen Umfeld. Im Internet unter
http://www.ama-assn.org/special/hiv/library/readroom/vol_282/ed90064x.htm als Volltext kostenlos einsehbar.


Infant feeding and mother-to-child transmission of HIV: WHO statement on current status of WHO/UNAIDS/UNICEF policy guidelines, Aug 1999. Genf: World Health Organisation (WHO)/UNAIDS 1999

Kommentar zur Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation im Hinblick auf Stillen oder Babynahrung und HIV-Übertragung von der Mutter auf Kind. Online z.b. unter http://www.unicef.org/programme/breastfeed/feeding.htm


Miotti, PG; Taha ET; Kumwenda NI et al.: HIV Transmission through Breastfeeding: A study in Malawi. JAMA (Journal of the American Medical Association), Aug 1999, Vol 282, No 8: 744-749

Studie zur Übertragbarkeit von HIV durch Stillen, die in Malawi (Afrika) von 1994-97 durchgeführt wurde. 672 bei der Geburt HIV-negative Babies, die von ihren HIV-positiven Müttern gestillt wurden, wurden über einen Zeitraum von 2 Jahren untersucht. Im Internet unter
http://www.ama-assn.org/special/hiv/library/readroom/vol_282/joc81538.htm als Volltext kostenlos einsehbar.


O'Sullivan, Sue; Thomson, Kate (Hrsg.): Positively woman: Living with AIDS. Rivers Pandora. Überarbeitete und aktualisierte Ausgabe 1996. 336 Seiten

40% aller HIV-Infizierten sind Frauen. Dennoch gibt es vergleichsweise wenig Literatur zu Frauenfragen im Zusammenhang mit AIDS. In diesem Buch berichten infizierte Frauen von ihren Erfahrungen mit HIV.


Roth, Nancy; Hogan, Katie (Hrsg.): Gendered epidemic: Representations of women in the age of AIDS. London: Routledge 1998. 256 Seiten

Präventionsstrategien und Therapien wurden vor allem für Männer in industrialisierten Ländern entwickelt. Die Beiträge zu diesem Buch, geschrieben von HIV-positiven Frauen, Wissenschaftlerinnen, Lehrerinnen, Künstlerinnen, Politikerinnen und Aktivistinnen, entwickeln Theorien und praktische Vorschläge zur Prävention bei Frauen.


Stone, Valerie E.; Hogan, Joseph W.; Schuman, Paula; Rompalo, Anne M.; Howard, Andrea A.; Korkontzelou, Christina; Smith, Dawn K.: Antiretroviral Regimen Complexity, Self-Reported Adherence, and HIV Patients' Understanding of Their Regimens: Survey of Women in the HER Study. Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes (JAIDS 1.10.2001), Vol 28; No 2: 124-131

Anhand der HIV Epidemiologic Research Study (HERS) weisen die Autoren nach, dass eine Vereinfachung des Therapieregimen die wirksamste Massnahme zur Verbesserung der Adhärenz im Rahmen einer antiretroviralen Therapie ist.Eine Zusammenfassung findet sich online unter http://lists.cdcnpin.org/pipermail/prevention-news/2001-December/000028.html.


5.4.1.2. Internetangebote

All around women special (AAWS)

AAWS wurde im Mai 2000 durch den Dortmunder Verein ALL AROUND AIDS e.V. mit dem Ziel der Förderung frauenspezifischer AIDS-Forschung in Deutschland ins Leben gerufen, der für das erste Projektjahr als Träger fungierte. Am 6. April 2001 wurde in Bochum die neue Sektion ALL AROUND WOMEN Special innerhalb der DAIG (Deutsche AIDS-Gesellschaft e.V.) gegründet. Weitere Informationen:

Dipl.-Psych. Ulrike Sonnenberg-Schwan
Tel: 089 / 437 66 972
Fax: 089 / 437 66 999
ulrike.sonnenberg-schwan@t-online.de
http://www.daignet.de


American Society for Reproductive Medicine

Auf dieser Seite finden sich u.a. die Richtlinien zur Behandlung von Frauen mit Kinderwunsch: http://www.asrm.org


Eine gute Webpage zu frauenspezifischer Forschung mit Links zu anderen Angeboten bietet http://www.infoweb.org unter der Rubrik "Women and HIV".


Im Kapitel Women and HIV Disease der AIDS Knowledge Base von der University of California in San Francisco ist eine Übersicht zu medizinischen Aspekten der HIV-Infektion bei Frauen zusammengestellt: http://hivinsite.ucsf.edu/InSite.jsp?page=kb-03-01-12


A Guide to the Clinical Care of Women With HIV

Die Health Resources and Services Administration hat unter
http://www.ask.hrsa.gov/HIV.cfm?content=HIV ein Handbuch im Internet zur Verfügung gestellt, das sich vor allem an Ärzte wendet, die in der Versorgung HIV-infizierter Frauen tätig sind.


Treat Yourself Right: Information for Women with HIV and AIDS

Unter
http://www.whs.sa.gov.au/files/communities/docman/15/tyr.pdf findet sich diese Broschüre von HIV Women’s Project aus Australien. Inhalt: u.a. Behandlung der HIV-Infektion, komplementäre Therapien, opportunistische Infektionen, Schwangerschaft, gynäkologische Erkrankungen, Sexualität, Koinfektion HIV und Hepatitis C.


5.4.2 Kinder

Bialek, Ralf: Die medizinische Betreuung HIV-infizierter Kinder und Jugendlicher. Stuttgart: Enke 1995. 55 Seiten

Routinediagnostik bei HIV-infizierten und HIV-exponierten Kindern und Jugendlichen, das therapeutische Vorgehen und die Differentialdiagnostik häufiger Symptome in den unterschiedlichen Altersstufen werden dargestellt. Mit Kapiteln zur Therapie wichtiger Sekundärinfektionen und der peripartalen Betreuung HIV-exponierter Früh- und Neugeborener wendet sich das Buch an Kinderärzte.


Rudin, Christoph: Die HIV-Infektion im Kindesalter. Stuttgart, Jena: Gustav Fischer 1995. 424 Seiten, Abbildungen

Das Buch beinhaltet neben einem geschichtlichen Überblick eine epidemiologische Zusammenfassung und ein Kapitel zu Grundlagen für das Verständnis von AIDS. Übertragungswege und Klassifikationen für die HIV-Infektion im Kindesalter werden dargestellt. Die soziale Situation HIV-betroffener Kinder wird geschildert. Ein eigenes Kapitel ist dem Thema AIDS bei Kindern in Rumänien gewidmet - dort sind mehr als 3.000 Kinder HIV-infiziert.


Online verfügbar ist in einer aktuellen Version das pädiatrische Kapitel des HIV-Leitfadens unter http://www.HIV-Leitfaden.de - dort gelangt man über das detaillierte Inhaltsverzeichnis zu dem Kapitel „Diagnose und Therapie bei Kindern“.


Über klinische Studien informiert das Pediatric European Network for Treatment of Aids (PENTA) im Internet unter http://www.ctu.mrc.ac.uk/penta.
Informationen bei Dr. Mike Sharland, Paediatric Infectious Diseases Unit, 5th Floor Lanesborough Wing, St Georgeís Hospital, Blackshaw Road, London SW17 0QT, United Kingdom. Fax 0044-20/8725 32 62 e-mail m.sharland@sghms.ac.uk.

Das PENTA-Netzwerk hat auch Richtlinien zur antiretroviralen Therapie der pädiatrischen HIV-Infektion veröffentlicht:

Sharland M.; Castelli, G.; Ramos, J.T.; Blanche, S.; Gibb, D.M.: Penta Guidelines for the use of Antiretroviral Therapy in Paediatric HIV Infection – 2001. PENTA News Summer 2001


Die deutsch-österreichischen Behandlungsrichtlinien der pädiatrischen HIV-Infektion sind u.a. bei den HIV/AIDS-Therapierichtlinien des Robert Koch-Instituts unter http://www.RKI.de einsehbar. Sie wurden publiziert in der Monatsschrift Kinderheilkunde, 2001; 149:1372-1382.


Die US-amerikanischen Behandlungsrichtlinien der pädiatrischen HIV-Infektion und zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung (perinatale Guidelines) sind einsehbar unter dem Stichwort "Guidelines" auf der Seite http://www.aidsinfo.nih.gov/.


Kindernothilfe e.V.

Die kirchlich getragene Kindernothilfe unterstützt u.a. Aufklärungsprojekte für Jugendliche in Afrika und hat unter http://www.kindernothilfe.de einen Internetschwerpunkt zum Thema "Kinder und AIDS" eingerichtet.

Zu Beratungseinrichtungen.


©1999, 2003 AIDSfinder / zuletzt aktualisiert am: 10.01.2003