4.3 Bücher

Beck, Eduard J.; Mays, Nicholas (Hrsg.): The HIV Pandemic. Oxford: Oxford University Press 2006. Zahlreiche Abbildungen und Tabellen, 840 Seiten

Dieses Buch zeigt vergleichend wie in den letzten 25 Jahren verschiedene Länder mit unterschiedlichem kulturellen und geschichtlichem Hintergrund und mit den unterschiedlichsten Gesundheitssystemen und Einrichtungen auf die HIV-Epidemie reagiert haben.


Chin, James: The AIDS Pandemic. Oxford: Radcliffe Medical Press 2007, 248 Seiten

Programme und Initiativen, mit denen weltweit auf die HIV/AIDS-Epidemie reagiert wird, sind nach Meinung des Autors politisch oder moralisch korrekt, nicht aber epidemiologisch: Schätzungen zur Prävalenz von HIV sind seiner Meinung nach zu hoch, auch werde das Risiko einer Ausbreitung von HIV in die Allgemeinbevölkerung übertrieben dargestellt. Aus dem Inhalt: The most probable origin and initial global spread of HIV; A basic primer on HIV infections and AIDS cases (HIV/AIDS); HIV epidemiology and transmission dynamics; Calculation of the reproductive number of HIV and the probability of acquiring an HIV infection in female sex workers and in their male clients in the Philippines; Describing the analogy between factors needed for a forest fire and an HIV epidemic; Understanding HIV/AIDS numbers; How credible are HIV/AIDS estimates? HIV/AIDS prevention; Dispelling ‘Glorious’ HIV/AIDS myths and misconceptions; The most probable past, present, and future of the AIDS pandemic; The International response to the AIDS pandemic.


Fletcher, Robert H.; Fletcher, Suzanne W.; Wagner, Edward H.: Klinische Epidemiologie. Grundlagen und Anwendungen. Wiesbaden: Ullstein Medical 1999. Zahlreiche Abbildungen und Tabellen, 410 Seiten

Dieses Buch informiert über die Aussagekraft klinischer Studien, stellt die unterschiedlichen Studiendesigns und Auswertungsmethoden vor und ermöglicht eine Beurteilung der Aussagekraft von Studien. Wichtige Kapitel sind Prognose- und Therapiestudien, der Prävention und den Grundbegriffen der klinischen Epidemiologie gewidmet.


Infektionsschutzgesetz, Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (IfSG) vom 20. 7. 2000. Bundesgesetzblatt I, S. 1045. Abgedruckt in: Gesundheitsrecht. München: Beck-Texte im dtv, 4. Auflage 2000

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) löst das bisherige Bundesseuchengesetz ab und regelt u.a. die Meldepflicht bei Infektionskrankheiten. Es ist im Internet unter http://195.20.250.97/BGBL/bgbl1f/b100033f.pdf oder unter http://www.rki.de/INFEKT/IFSG/IFSG.HTM einsehbar. Mit dem IfSG befaßt sich auch Heft 11/2000 des Bundesgesundheitsblatts - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz (Vol. 43, Issue 11; 2000). Das Inhaltsverzeichnis und Abstracts sind im Internet unter http://link.springer.de/link/service/journals/00103/tocs/t0043011.htm einsehbar.


Kirschner, Wolf: HIV-Surveillance. Inhaltliche und methodische Probleme bei der Bestimmung der Ausbreitung von HIV-Infektionen. Berlin: edition sigma (Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Aids-Forschung 9) 1993. 204 Seiten

Der Autor ziegt in diesem Buch, daß die nicht-repressiven Maßnahmen der HIV-Prävention (z.B. anonymer Test) den repressiven Maßnahmen wie Zwangstestung und Ausgrenzung überlegen sind. Sehr fundiertes Buch zum Thema Epidemiologie für denjenigen, der sich tiefer in die Materie der Problematik der HIV-Surveillance aus Sicht der Gesundheitswissenschaft und methodische Lösungsansätze einlesen möchte.


Koch, Meinrad; Bunikowski, Rita; Estermann, Josef; Pfeifer, R.; Schwardtländer, Bernhard: AIDS und HIV in der Bundesrepublik Deutschland. München: MMV Medizin Verlag 1990 (bga-Schriften 3/90)

In diesem Buch wird die epidemiologische Situation in Deutschland bis 1989 aufgrund der Daten aus der Laborberichtspflicht für HIV-Infektionen und des AIDS-Fallregisters dargestellt. Im Anhang ist unter anderem die Laborberichtsverordnung von 1987 abgedruckt, die die Meldepflicht für HIV-Infektionen regelt.


Koch, Michael G.: AIDS, die lautlose Explosion. Debatte und Realität. Antworten eines Widerständlers auf 100 Fragen der Medien zur Seuchenpolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Baden Baden: Nomos 1988. 243 Seiten, graphische Darstellungen und Abbildungen

Koch, Michael G.: Vom Molekül zur Pandemie. Heidelberg: Spektrum 1987. 290 Seiten

Diese Bücher vom ehemaligen Berater des ehemaligen bayerischen Politikers Peter Gauweiler sind - wie auch andere Publikationen desselben Autors - Paradebeispiele für die Fehleinschätzungen der HIV-Epidemie, die in der zweiten Hälfte der 80er Jahre zu teilweise hysterischen Reaktionen führte.


Last, John M.: A dictionary of epidemiology. Edited by John M. Last, with J. H. Abramson, Gary D. Friedman, Miquel Porta, Robert A. Spasoff, and Michel Thriaux. New York; Oxford; Toronto: Oxford University Press, 4. Auflage 2001. 218 Seiten

Dieses englischsprachige Wörterbuch ist ein Standardnachschlagewerk zu allen Aspekten der Epidemiologie.


Mann, Jonathan; Tarantola, Daniel J.M. (Hrsg.): AIDS in the world. Harvard University Press 1993. 1054 Seiten

Analyse der Situation 1991/1992 unter der Fragestellung, wie sich die epidemiologische Situation weiter entwickeln wird und welche Maßnahmen erfolgreich sein können, um die Communities oder Gruppen vor einer HIV-Infektion zu schützen, die in besonderem Maß gefährdet sind. Ausführliche Darstellung der epidemiologischen Situation in 38 Ländern, mit Einschätzung der globalen Lage.


Mann, Jonathan; Tarantola, Daniel J. M. (Hrsg.): AIDS in the world: global dimensions, social roots, and responses. The Global AIDS Policy Coalition. London, New York: Oxford University Press 2. Auflage 1996. 650 Seiten

Die Zweitauflage berücksichtigt die regionalen Unterschiede in der Epidemie (z.B. zwischen Kontinenten) stärker, als es die erste Auflage tat. Die unterschiedliche Vulnerabilität verschiedener Altersgruppen und Geschlechter (Frauen, Kinder) wird betont. Ein Schwerpunkt liegt auf Strategien der sozialen Intervention, die erfolgreich zur Prävention der HIV-Infektion beitragen können.


Marcus, Ulrich: HIV und AIDS (Gesundheitsberichterstattung des Bundes Themenheft 31). Berlin: Robert Koch-Institut 2006. 40 Seiten

Die Situation der Verbreitung von HIV/AIDS in Deutschland stellt sich im europäischen und internationalen Vergleich relativ günstig dar. Die Zahl der Menschen, die mit HIV/AIDS leben wurde Ende 2004 auf ca. 46.500 geschätzt. Die Schätzung für die Zahl der jährlichen HIV-Neuinfektionen beläuft sich gegenwärtig auf etwa 2.600. Nach Infektionsweg unterschieden, bleiben Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualpartnern in Deutschland die zahlenmäßig größte Betroffenengruppe. Verglichen mit den 1980er Jahren ist der Anteil der Personen, die sich über heterosexuelle Kontakte infiziert haben, angestiegen. Die Zahl der Erstdiagnosen in dieser Gruppe ist aber in den letzten Jahren stabil geblieben. Die Tatsache, dass sich vor allem jüngere Menschen mit HIV infizieren, eine Heilung nicht möglich ist und die lebenslange Therapie mit hohen Medikamentenkosten und einem erheblichem medizinischen Betreuungsaufwand verbunden ist, bestimmt die gesundheitspolitische Relevanz dieser Erkrankung. Im Internet unter http://www.RKI.de (dort unter Gesundheitsberichterstattung und Epidemiologie) kann kostenlos der Volltext als pdf-Datei downgeloadet werden.


Schlipköter, Ursula; Wildner, Manfred (Hrsg.): Lehrbuch Infektionsepidemiologie. Bern: Huber 2006. 275 Seiten, 46 Abbildungen, 45 Tabellen

Systematische, praxisbezogene Einführung in methodische und inhaltliche Aspekte der Infektionsepidemiologie. Aus dem Inhalt: Grundlagen: Infektiologie, Epidemiologie, Infektionsepidemiologie; Methoden: Seroepidemiologie, Surveillance, Methoden zum Nachweis und zur Differenzierung von Infektionserregern, Messung der Wirksamkeit von Impfstoffen, Entscheidungsanalyse, Modellierung von Epidemien; Deskriptive Infektionsepidemiologie: Datenquellen, Infektionsschutzgesetz, internationale Meldesysteme, investigative und analytische Infektionsepidemiologie, Ausbruchsuntersuchungen, Identifizierung und Zuordnung neuer Krankheitserreger; Intervenierende Infektionsepidemiologie: Expositionsprophylaxe, Immunprophylaxe, Chemoprophylaxe, bevölkerungsbezogener Infektionsschutz; Angewandte Infektionsepidemiologie: Infektionen in verschiedenen Lebensphasen, Emerging and Reemerging Infections (z.B. AIDS und Tuberkulose), Bioterrorismus, Infektionen als Ursache von chronischen Erkrankungen, Genetik und Infektionen.


Swinton, Jonathan (ed.): A Dictionary of (Ecological) Epidemiology. Copyright by the University of Cambridge, 1998-2002.

Dieses Wörterbuch, das eine erste Orientierung in epidemiologischen Fragen bieten kann, ist unter http://www.swintons.net/jonathan/Academic/glossary.html im Internet einsehbar.


©1999, 2007 AIDSfinder zuletzt aktualisiert am: 30.01.2007