3.2 Spezielle Aspekte

Viele der in Kapitel 3.1 Allgemeines genannten Bücher und Printmedien enthalten auch Kapitel zu speziellen Zielgruppen. In diesem Kapitel sind jeweils nur einige spezialisierte Werke genannt. Zu HIV-positiven Drogengebrauchern finden sich weitere Informationen in den AIDSfinder-Kapiteln 3.1 Allgemeines sowie 2.5 Prävention und 6.3 Positiver Blick, zu frauenspezifischen Angeboten im AIDSfinder-Kapitel 6.4.Positiver Blick - Frauen und zu Männern, die Sex mit Männern haben, im AIDSfinder-Kapitel 6.2.Positiver Blick - MSM.

3.2.1 Frauen

Printmedien

Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Hamburg e.V. (ajs): Bücherliste zu den Themen HIV/AIDS, Krankheit, Tod, Trauer. Hamburg: August 1999

Kommentierte Liste von insgesamt 50 Bilderbüchern, Kinderbüchern, Jugendbüchern, die sich mit den vier Schwerpunktthemen HIV/AIDS, Krankheit, Tod, Trauer auseinandersetzen. Darüber hinaus Empfehlungen zu den Themen Sexualität, Behinderung, Trennung und Drogen. Zu beziehen über

Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Hamburg e.V. (ajs)
Hellkamp 68
20255 Hamburg
Tel. 040/410 980 0 oder 410 980 82
Fax 040/410 980 92
http://www.hamburg.jugendschutz.de


Berer, Marge; Ray, Sunanda: Women and HIV/AIDS: An International Resource Book: Information, Action and Resources on Women and HIV/AIDS, Reproductive Health and Sexual Relation. London Rivers Oram Press 1993, 400 Seiten

Ausgewogene und interessante, einfach verständliche Texte, u.a. Beschreibungen von Modellprogrammen, Prototyp-Broschüren, Postern, Berichte von HIV-positiven Frauen. Ein Klassiker im Frauen/AIDS Kontext.


Bury, Judy; Morrison, Val; McLachlan, Sheena (Hrsg.): Working with Women and AIDS - Medical, Social and Counselling Issues. London: Routledge 1992, 153 Seiten

Von Professionellen aus der Praxis geschriebene Erfahrungsberichte und Analysen. Mit Beiträgen u.a. zu Schwangerschaft und Schwangerschaftsverhütung, Prostitution und vielem anderen mehr.


Deutsche AIDS-Hilfe (Hrsg.): Frauen, HIV-Infektion und AIDS. Berlin: DAH (AIDS-Forum DAH Band 21) 1995, 120 Seiten

Gründliche Untersuchung zum Thema Frauen und AIDS. Unter anderem werden die Ergebnisse empirischer Untersuchungen verschiedener Beratungsstellen und Projekte in Niedersachsen mit frauenspezifischen Angeboten präsentiert. Kluge Analyse der unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen mit HIV und AIDS.


Goldstein, Nancy; Manlowe, Jennifer L.: The Gender Politics of HIV/AIDS in Women: Perspectives on the Pandemic in the United States. New York: New York University Press 1997, 472 Seiten

Die Anthologie zeigt die sozialen, gesellschafts- und geschlechtsspezifischen Determinanten auf, die Frauen in bezug auf HIV gefährden. Detailliertes Inhaltsverzeichnis und mehr Informationen unter http://books.google.com.


Gorna, Robin: Vamps, Virgins and Victims: How can Women Fight AIDS? London: Cassell Academic 1996, 288 Seiten

Frauen stehen im Zentrum dieser Analyse, die sich mit den unterschiedlichen Auswirkungen von HIV/AIDS bei Männern und Frauen beschäftigt. Sie legt dar, wie HIV als Paradigma im Zusammenhang mit anderen frauenrelevanten Themen gesehen werden kann. Fragestellungen sind u.a.: welchen Zusammenhang gibt es zwischen AIDS und Frauengesundheit, Sexualität und sozio-ökonomischen Status? Gibt es eine feministische AIDS-Agenda? Wie wurden Frauen im Diskurs der Epidemie dargestellt? Werden HIV-positive Frauen anders behandelt als Männer? Welches Verhalten ist für Frauen risikoreich?


Jäger, Hans (Hrsg.): Frauen und AIDS: somatische und psychosoziale Aspekte. Berlin, Heidelberg, New York: Springer 1989, XI, 204 Seiten, Abbildungen

Sammelband mit Beiträgen namhafter Autorinnen und Autoren zum Thema HIV-Infektion bei Frauen.


Kurth, Ann; Mann, Jonathan: Until the Cure: Caring for Women With HIV. Yale University Press 1994, 327 Seiten

Aufsatzsammlung mit Expertenbeiträgen aus den Bereichen Recht, Medizin, Pflege, Gesundheitspolitik, Ethik, Psychiatrie, sowie HIV-positiven Frauen. Inhalt des Buchs ist die Auseinandersetzung, wie angemessene Pflege und Versorgung für Frauen mit HIV/AIDS zu gestalten sind.


Muthesius, Dorothea; Schaeffer, Doris: Krankheits- und Versorgungsverläufe aidserkrankter Frauen. Biographische und soziale Probleme der Bewältigung chronisch letaler Krankheit. Berlin: WZB 1996, 53 Seiten

In diesem Beitrag werden die mit dem Einbruch von letaler Erkrankung in das Leben von Frauen verbundenen Bewältigungsanstrengungen in den Blick genommen. Anhand von Fallrekonstruktionen wird zunächst die biographische und soziale Ausgangssituation untersucht, auf die die HIV-Infektion trifft. Anschließend wird die Analyse auf vier Ebenen weitergeführt: biographische Bewältigung in den unterschiedlichen Phasen des Krankheitsverlaufs, Handhabung des Alltagslebens, Umgang mit dem direkten Krankheitsgeschehen, durch AIDS aufgeworfene Versorgungserfordernisse. Besondere Beachtung gilt dabei den das Bewältigungshandeln der Frauen steuernden Relevanzkriterien. Es wird gezeigt, daß sowohl die Krankheitsbewältigung als auch die Versorgungsnutzung weitaus stärker durch biographische und geschlechtsspezifische Aspekte strukturiert sind als seitens der Akteure der Versorgungsgestaltung gemeinhin angenommen wird. Die Fallrekonstruktionen der an AIDS erkrankten Frauen unterstreichen die Wichtigkeit einer Anpassung der Versorgung an diese Patientengruppe und einer Versorgungsgestaltung, die mehr als bislang an die geschlechtsspezifischen und biographischen Bedingungen der Erkrankten angeglichen und auf deren soziale Wirklichkeit ausgerichtet ist.


The ACT-UP/NY Women & AIDS Book Group. Frauen und AIDS. Hamburg: Rowohlt 1994, 344 Seiten (Original: Women, AIDS, and Activism. Boston: South End Press 1990, 295 Seiten)

Ein umfassendes Buch über die Situation der Frauen in der AIDS-Krise Ende der 1980er Jahre. Der Band gibt aufschlußreiche Diskussionen über Safer Sex, weibliche Sexualität, Antikörpertest, medizinische Behandlung und Studien, Politik und Aktivismus in den USA wieder. Spezielle Beiträge befassen sich mit Lesben, heterosexuellen Frauen, Bisexuellen, Sexarbeiterinnen, Drogengebraucherinnen, Teenagern, Schwangeren und Frauen in Haft.


Unger, Hella von: Versteckspiel mit dem Virus. Aus dem Leben HIV-positiver Frauen. Berlin: DAH (AIDS-Forum DAH Band 38) 2000, 128 Seiten

Anhand von ausführlichen Zitaten und Äusserungen wird die Lebenssituation von vier HIV-infizierten Frauen dargestellt. Trotz aller biographischen und lebensweltlichen Unterschiede gibt es auch Gemeinsamkeiten wie z.B. eine defensive Strategie im Umgang mit der Infektion, womit Diskriminierungen und Belastungen vermieden werden sollen.

Internet

The Body

Die Internetseite von The Body (http://www.thebody.com) beinhaltet nach Eingabe des Suchbegriffs "women" eine riesige Auswahl von Artikeln aus POZ, body positive, Women alive u.a. über die Situation HIV-positiver Frauen, auf englisch.


Frauengesundheitszentrum München

Das FGZ bietet u.a. Beratung zur HIV-Infektion, Prävention und Auskunft zu sozialrechtlichen Fragen.

FrauenGesundheitsZentrum e.V.
Nymphenburger Str. 38/Rgb.
80335 München
Tel. 089/129 11 95
Fax 089/129 84 18
http://www.fgz-muc.de


Netzwerk Frauen und AIDS

Dieses seit 1992 bestehende Netzwerk dient der Sammlung und Verbreitung von Informationen zum Thema Frauen und AIDS. Es bietet persönliche, praktische und politische Unterstützung in allen mit Frauen und AIDS zusammenhängenden Fragen. Über die Aktivitäten informiert die Webseite http://www.netzwerkfrauenundaids.de, auf der auch Kontaktdaten regionaler Ansprechpartnerinnen gefunden werden können.

 

3.2.2 Menschen in Haft

Printmedien

BAG-S Informationsdienst Straffälligenhilfe

Dieser Infodienst erscheint mittlerweile im 18. Jahr mit drei Ausgaben in einer Auflage von ca. 1.300 Exemplaren. Informationen u.a. zu Arbeit und Soziales, Kriminalpolitik, Sozialpolitik, Gesundheitspolitik, Gesetzgebung und Rechtsprechung sowie zu Materialien, Publikationen und Fachliteratur , die für das Arbeitsfeld der Straffälligenhilfe relevant sind.

Bezug:
Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe (BAG-S) e.V.
Oppelner Str. 130
53119 Bonn
Tel. 0228/66 85 380
Fax 0228/66 85 383
Kostenlose Volltextausgabe unter http://www.bag-straffaelligenhilfe.de/bereich6_2.htm


Cornel, Heinz; Kawamura-Reindl, Gabriele; Maelicke, Bernd; Sonnen, Bernd-Rüdeger; Bartsch, Tillmann (Hrsg.): Resozialisierung. Handbuch. Baden-Baden: Nomos 3. Auflage 2009, 623 Seiten, Abbildungen

Grundlegendes Werk zur Resozialisierung. Enthält u.a. Kapitel zu verschiedenen Resozialisierungsmaßnahmen bei jugendlichen und erwachsenen Straftätern, zu den besonderen Problemen von Drogenabhängigen in Haft und zu Hilfen für Angehörige Inhaftierter.


Deutsche AIDS-Hilfe (Hrsg.): Betreuung im Strafvollzug - Ein Handbuch. Berlin: DAH 4. Auflage 2008, 221 Seiten, Abbildungen

Grundlegende Einführung in die Betreuung von Inhaftierten. Autoren aus AIDS-Hilfen, anderen Beratungsstellen und Inhaftierte stellen kompetent die verschiedenen Aspekte der Arbeit vor; mit Adressenverzeichnis und einem kleinen Lexikon des Knast-Jargons.


Deutsche AIDS-Hilfe (Hrsg.): Positiv in Haft. Ein Ratgeber für Menschen mit HIV/AIDS. Berlin: DAH 7. Auflage 2008, 128 Seiten

Bereits 1990 erschien die erste Broschüre der DAH, die über AIDS/HIV in Haft informierte (damals noch unter dem Titel „Positiv, was nun?“). Diese Neuauflage gibt einen Überblick über die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten im Strafvollzug und hat einen umfangreichen Rechtsteil, der auch die zwischenzeitlich erfolgten Änderungen des Strafvollzugsgesetzes berücksichtigt. Bezug über die DAH oder regionale AIDS-Hilfen.


Deutsche AIDS-Hilfe (Hrsg.): Risikominimierung im Strafvollzug. Berlin: DAH 2. Auflage 2009, 480 Seiten

Das Handbuch, eine Loseblattsammlung, erschien zuerst 2001 in englischer Sprache unter dem Titel „Risk Reduction for Drug Users in Prison - Encouraging Health Promotion for Drug Users within the Criminal Justice System". Organisationen verschiedener europäischer Länder erhielten die Möglichkeit, es in ihrer Landessprache zu veröffentlichen - ein Angebot, von dem auch die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. Gebrauch gemacht hat. Für die 2003 erschienene erste Auflage der Loseblattsammlung "Risikominimierung im Strafvollzug - Arbeitsmaterialien zur HIV-Prävention für Praktiker/innen"wurde auf der Grundlage der englischen Originalversion eine auf die Arbeit in deutschen Haftanstalten ausgerichtete Fassung entwickelt, die zugleich den aktuellen Erkenntnisstand berücksichtigt. Für die vorliegende zweite Auflage wurden der medizinische Teil zu HIV, Hepatitis und STDs im Kapitel "Präventionsbotschaften" überarbeitet und die Adressen aktualisiert. Kostenloser Volltext als PDF-Datei unter http://www.aidshilfe.de/media/de/Risikominimierung%20im%20Strafvollzug%202009.pdf.


Gesundheitsförderung im Justizvollzug (Health promotion in prisons). Oldenburg : Bibliotheks- u. Informationssystem der Universität (bis)

In der Schriftenreihe "Gesundheitsförderung im Justizvollzug" werden Beiträge veröffentlicht, die innovative gesundheitspolitische Anregungen für den Justizvollzug geben und gesundheitsfördernde Praxisformen des Vollzugsalltag vorstellen. Außerhalb des Vollzugs bewährte Präventionsangebote und Versorgungsstrukturen werden auf ihre Relevanz zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation Inhaftierter hin überprüft und auf die Bedingungen des Justizvollzugs bezogen. Verzeichnis der bisher erschienenen Bände unter http://www.bis.uni-oldenburg.de/bisverlag/sgj.html.


Heudtlass, Jan-Hendrik; Stöver, Heino (Hrsg.): Risiko mindern beim Drogengebrauch. Gesundheitsförderung - Verbrauchertipps - Beratungswissen - Praxishilfen. Frankfurt am Main: Fachhochschulverlag 3. Auflage 2005, 416 Seiten

Das Buch will die Risikokompetenz der DrogennutzerInnen und die Beratungskompetenz der professionellen HelferInnen in der Drogenhilfe stärken. Der Band zielt darauf ab, eine Brücke zu schlagen zwischen Betroffenenkompetenz und professioneller Expertise, um den Dialog zwischen beiden Ebenen zu stimulieren. Lebensweltnähe und Zielgruppenspezifik bilden die zentralen Orientierungen. Enthält u.a. Kapitel zu Safer Use, Crack/Kokain, Kontrolliertem Rauchen, Harm Reduction und Safer Use-Tipps, Wechselwirkungen, Therapeutika und Drogen, Konzept von Cannabis und Elternberatung, Innovative Methoden der Hepatitisprävention, Konsumraumstandards, Mischkonsum und Wechselwirkungen.


Jacob, Jutta ; Keppler, Karlheinz; Stöver, Heino (Hrsg.): LebHaft: Gesundheitsförderung für Drogen Gebrauchende im Strafvollzug. Berlin: DAH (AIDS-Forum DAH Band 42) 2001, 192 Seiten

Dieser Band wendet sich in erster Linie an alle, die zum Thema Gesundheitsförderung im Strafvollzug arbeiten wollen. Enthält neben einer Übersicht zu Drogen, HIV und Hepatitis im Strafvollzug Berichte über Grundlagen, Praxis und innovative Ansätze der Infektionsprophylaxe im Strafvollzug (z.B. Vergabe steriler Einmalspritzen) sowie Beiträge zum Thema Tuberkulose.


Stöver, Heino; MacDonald, Morag; Atherton, Susie (Hrsg.): Harm Reduction in European Prisons. A compilation of Models of Best Practice. Oldenburg: BIS 2007, 183 Seiten

Überblick über Gesetzgebung und politische Praxis der Harm Reduction in Gefängnissen in neun EU-Ländern, darunter Deutschland, Österreich, Italien, Bulgarien, Estland, Lettland und Litauen. Diskutiert wird auch das Thema Sex im Gefängnis. Kostenlos im Volltext downloadbar unter http://oops.ibit.uni-oldenburg.de/volltexte/incoming/2009/864/pdf/stohar07.pdf.


Stöver, Heino (Hrsg.): Substitution in Haft. Berlin: DAH (AIDS-Forum DAH Band 52) 2008, 96 Seiten

Aus dem Inhalt: Jörg Gölz: Standards in der Substitutionsbehandlung; Karlheinz Keppler: Probleme und Praxis der Substitution im Justizvollzug; Robin Walborn: Substitution und psychosoziale Betreuung am Beispiel der JVA Berlin-Tegel; Christine Graebsch, Sven-Uwe Burkhardt: Rechtsfragen zu Substitution und Haft; Bärbel Knorr: Substitutionspraxis im Justizvollzug der Bundesländer; Heino Stöver: Substitutionsbehandlung in europäischen Gefängnissen; Heino Stöver, Anke Stallwitz: Wirksamkeit und Bedeutung der Substitutionsbehandlung im Gefängnis - ein Literaturüberblick.


Stöver, Heino (Hrsg.): Infektionsprophylaxe im Strafvollzug - eine Übersicht über Theorie und Praxis. Berlin: DAH (AIDS-Forum DAH Band 14) 1994, 143 Seiten

In dem Band werden die gegenwärtigen Möglichkeiten der Infektionsprophylaxe im Strafvollzug untersucht. Die Autoren analysieren, wieso es trotz der bestehenden Möglichkeiten keine effektiven Prophylaxemöglichkeiten gibt und stellen praktikable infektionsprophylaktische Angebote vor.

Internet

AIDS in Prison Project

Bereits 1986 wurde in New York dieses Projekt der Osborne Association gegründet. Es dürfte damit eines der ältesten Projekte sein, das sich mit HIV und AIDS in Gefängnissen auseinandersetzt und wendet sich an Menschen in Haft und ehemalige Gefangene. Behandelt werden medizinische Fragen und Versorgung, HIV-Prävention in JVAs, Unterstützungsmöglichkeiten, aber auch die Betreuung nach der Entlassung.

AIDS in Prison Hotline, A collect hotline for New York State prisoners
809 Westchester Avenue
Bronx, NY 10455, USA
Tel. 001-718/378 7022
http://www.osborneny.org/aids_in_prison_project.htm
info@osborneny.org


Amnesty International

Die Internetseite von Amnesty International informiert über die Verletzung von Menschenrechten HIV-Positiver und immer wieder über die Situation von HIV-Positiven in Gefängnissen unterschiedlicher Länder. Auf der deutschsprachigen Webseite unter http://www.amnesty.de finden sich nach Eingabe des Suchbegriffs "HIV" die relevanten Texte.


The Body

Die Internetseite von The Body (http://www.thebody.com) bietet nach Eingabe des Suchbegriffs "prisoners" oder "incarcerated" zahlreiche Artikel aus Zeitschriften, Pressemitteilungen und Materialien zur Situation HIV-positiver Strafgefangener, u.a. zu den Themen Prävention, HIV-Test im Gefängnis, Therapie, Hepatitis, oder Frauen in Haft. Übersicht unter http://www.thebody.com/index/whatis/prison.html.


Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe (BAG-S) e.V.

Die Internetseite der BAG-S unter http://www.bag-straffaelligenhilfe.de bietet u.a. Informationen zum Strafvollzug, Straffälligenhilfe, Bewährungshilfe, Sozialleistungen, Migration und Sucht.


Canadian HIV/AIDS Legal Network / Réseau juridique canadien VIH /sida

Dieses Netzwerk hat zum Ziel, die Menschenrechte von Menschen mit HIV oder von besonders Personengruppen in Canada und international durch wissenschaftliche Arbeit, Analyse von Rechtsfragen und Politik sowie durch Fortbildung und Mobilisierung von Communities zu fördern. Auf der Homepage finden sich zahlreiche Materialien zu HIV in Gefängnissen, u.a. zur Spritzen- und Nadelvergabe und Methadonbehandlung in Gefängnissen.

Canadian HIV/AIDS Legal Network
1240 Bay Street, Suite 600
Toronto, Ontario M5R 2A7, Canada
Tel. 001-416/595 1666
Fax 001-416/595 0094
http://www.aidslaw.ca/EN/index.htm (Englisch)
http://www.aidslaw.ca/FR/index.htm (Französisch)


Gesundheitsförderung in Haft

Die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH), der Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik (akzept e.V.) und das Wissenschaftliche Institut der Ärzte Deutschlands (WIAD) haben seit 2004 gemeinsam drei Europäische Konferenzen zur Gesundheitsförderung in Haft organisiert. Unter http://www.gesundinhaft.eu finden sich die Dokumentationen dieser Konferenzen sowie weitere Materialien und aktuelle Informationen.


Human Rights Watch

Human Rights Watch ist eine weltweite, unabhängige Nichtregierungsorganisation, die sich für den Schutz und die Verteidigung der Menschenrechte einsetzt und die internationale Öffentlichkeit auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam macht. Diese Organisation nimmt immer wieder Stellung zur Situation von Menschen mit HIV in Haft und setzt sich für die Einhaltung ihrer Rechte ein, z.B. für das Menschenrecht auf Gesundheit.

Human Rights Watch Deutschland
Poststraße 4/5 10178 Berlin
Tel. 030/25 93 06 00
Fax 030/25 93 06 29
http://www.hrw.org/ (Englisch)
http://www.hrw.org/de (deutsch)


knast.net

Diese privat betriebene Seite bietet unter http://www.knast.net grundlegende Informationen zum Strafvollzug, Haftformen, Informationen für Angehörige, Mitarbeit im Strafvollzug und vieles mehr.


Weitere Informationen HIV/AIDS und Recht finden sich im AIDSfinder-Kapitel 9.3.3 Rechtsfragen bei HIV/AIDS; Informationen zu Drogengebrauch und für HIV-positive DrogengebraucherInnen finden sich in den AIDSfinder-Kapiteln 3.1 Allgemeines sowie 2.5 Prävention und 6.3 Positiver Blick.


3.2.3 Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)

Biechele, Ulrich (Hrsg.): Identitätsbildung, Identitätsverwirrung, Identitätspolitik. Eine psychologische Standortbestimmung für Lesben, Schwule und andere. Berlin: Deutsche AIDS-Hilfe 1998, 192 Seiten

Dokumentation eines Fachkongresses vom Verband Lesbischer Psychologinnen und Schwuler Psychologen in Deutschland e.V. (VLSP) sowie der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. (DAH), auf dem ausführlich über die Konseqeunzen von HIV und AIDS auf individueller und kollektiver, politischer und sozialer Ebene berichtet und diskutiert wurde.


Cadwell, Steven A.; Burnham, Robert A.; Forstein, Marshall: Therapists on the front line. Psychotherapy with gay men in the age of Aids. Washington: American Psychiatric Press 1994, XXXV, 608 Seiten

Gute Darstellung verhaltensorientierter (behavioraler) Ansätze und praktischer Arbeit in der Psychotherapie in einem Land, in dem AIDS eine tatsächliche gesellschaftliche Krise ist. Das Buch beinhaltet Beiträge zu survivor guilt (ãberlebensschuld), zu psychoanalytischen Ansätzen, Trauerarbeit u.a., dabei jedoch nicht technisch, sondern sehr einfühlsam dargestellt.


Dannecker, Martin; Reiche, Reimut: Der gewöhnliche Homosexuelle. Frankfurt am Main: S. Fischer 1974, 393, 36 Seiten

Die erste fundamentale soziologische Untersuchung über männliche Homosexuelle in der Bundesrepublik Deutschland. Das Standardwerk, damals bahnbrechend, der empirischen Darstellung von Schwulsein in Deutschland.


Dannecker, Martin: Der homosexuelle Mann im Zeichen von AIDS. Hamburg: KleinVerlag 1991, 104 Seiten

Einer der Grandseigneurs der deutschen Sexualwissenschaft schrieb mit diesem Buch ein Werk, das man zuerst lesen sollte, bevor man die Arbeit auf dem Gebiet HIV und Schwule aufnimmt. Der Autor analysiert u.a. Verhältnis und Dynamik zwischen sexuellen Wünschen und sexueller Praxis, die Abwehrstrategien der Schwulen gegen die Diktatur der Angst, Änderungen des Sexualverhaltens, Auswirkungen von AIDS auf die Psyche und den Lebensstil schwuler Männer. Eine wichtige und kluge Arbeit.


Deutsche AIDS-Hilfe (Hrsg.): Beratung von Lesben und Schwulen. Berlin: DAH 2001, 192 Seiten

Die Dokumentation einer Fachtagung es Verbandes lesbischer Psychologinnen und schwuler Psychologen (VLSP) enthält u.a. Beiträge zu Homosexualität und Psychoanalyse, zur Psychodynamik von Unsafe Sex sowie zur psychosozialen Versorgung.


Dunde, Siegfried R. (Hrsg.): Die Angst verlieren - schwules Leben im Zeichen von AIDS. Reinbeck: Rowohlt 1994, 235 Seiten

Die Autoren dieses Bandes leben als schwule Männer in Deutschland. Das Buch ist ein Bericht ihrer persönlichen Auseinandersetzung mit dem kollektiven und individuellen Trauma AIDS. Eine der Qualitäten des Buchs liegt in der Entwicklung von Zukunftsperspektiven und deren Umsetzung, ferner werden unterschiedliche Umgehensweisen und Bewältigungsstrategien dargestellt.


Odets, Walt: In the Shadow of the Epidemic - Being HIV-Negative in the Age of AIDS. Durham: Duke University Press 1995, 312 Seiten

Für HIV-negative schwule Männer ist das Überleben oft mit Gefühlen von Schuld, Trauer, Angst und Isolation verbunden. Aufbauend auf seiner Erfahrung als klinischer Psychologe in den USA betrachtet Odets die psychologischen Einflüsse, die AIDS auf das Leben von Schwulen hat, welche die AIDS-Krise überleben und täglich mit Krankheit und Tod konfrontiert sind.


Schemmann, Frank: Ich bin HIV-positiv - Wie schwule Männer ihre Infektion verarbeiten. Nachwort von Karl-Oswald Bauer. (SchwulLesbische Studien Bremen, WerkstattTexte, Band 1). Hamburg: Männerschwarmskript 1996, 200 Seiten

Das Ziel der qualitativ-empirischen Studie, die in diesem Buch beschrieben wird, war, einige Deutungsmuster zu beschreiben, mit denen schwule Männer auf ihre HIV-Infektion reagieren. Grundlage sind Interviews mit Männern verschiedener Altersgruppen. Der Autor beschreibt, wie die befragten Männer aufgrund ihrer Infektion eine Neuorientierung ihres weiteren Lebens in Angriff nehmen, wie sie seelischen Stress reduzieren und Lebensqualität zurückgewinnen.


Wright, Michael T.: Und wir überleben. Gibt es ein AIDS-Survivor-Syndrom unter schwulen Männern in Deutschland? Berlin: DAH (AIDS-Forum DAH Band 22) 1996, 127 Seiten

Theoretische Einführung und Vorstellung der Studie zum Ausmaß des Survivor-Syndroms bei schwulen Männern in Deutschland, Interviews mit Betroffenen im Anhang.


3.2.4 Ehrenamtliche und professionelle Helfer

Altman, Dennis: Power and Community. London: Taylor & Francis 1994, 179 Seiten

Das Buch gibt einen Überblick über die Rolle von Communities, indem es weltweit Wurzeln und Aktivitäten von Community-Organisationen untersucht. Praktische Dilemmata der Community-Organisationen werden dabei beleuchtet, so die Spannungen, die innerhalb der Organisationen entstehen, das Spannungsfeld von Aktivismus/Selbsthilfe und Angebotsstruktur, zwischen Altruismus und Selbsthilfe, zwischen ehrenamtlicher Beteiligung und Leitungskontrolle sowie zwischen Personalfluktuation und zunehmender Bürokratie. Ein aufschlußreicher Beitrag zum Selbstverständnis und zur Realität von Organisationen wie den deutschen AIDS-Projekten.


Aue, Michael; Bader, Birgit; Lühmann, Jörg: Krankheits- und Sterbebegleitung: - Ausbildung, Krisenintervention, Training. Weinheim: Beltz - Edition Sozial 1995, 333 Seiten

Eines der wichtigsten Handbücher für die Ausbildung von Beratern und Betreuern in AIDS-Hilfen. Knapp und verständlich wird Theoretisches und Methodisches dargestellt und miteinander in Beziehung gesetzt. Inhalte und Aufbau der Ausbildung werden dargestellt, Lernziele und Standards der Arbeit festgelegt. Das Werk dient auch als Nachschlagewerk, das Ideen liefert und praktische Beispiele gibt, und als Trainingsbuch mit vielen Übungen zur Gesprächsführung und Betreuungsarbeit.


Biniasz, Thomas (Hrsg.): Zwischen Selbstbezug und solidarischem Engagement - ehrenamtliche Begleitung von Menschen mit AIDS. Berlin: DAH 2. Auflage 1999, 251 Seiten

In diesem Sammelband reflektieren Autoren aus dem AIDS-Hilfe-Kontext aus unterschiedlichen Blickwinkeln die ehrenamtliche Betreuung von Menschen mit HIV und AIDS. Hauptamtliche Koordinatoren und Supervisoren kommen ebenso zu Wort wie ehrenamtliche Begleiter. Gelungener Überblick und Analyse des Arbeitsbereichs.


Borgetto, Bernhard: Selbsthilfe und Gesundheit. Bern, Göttingen: Hans Huber 2004, 293 Seiten, Abbildungen und Tabellen

Zusammenfassender Überblick über die Entstehung, Entwicklung und Verbreitung sowie den Forschungsstand zur gemeinschaftlichen Selbsthilfe. Eine ausführliche Rezension findet sich unter http://www.socialnet.de/rezensionen/1914.php.


McCurley, Steve; Lynch, Rick (Hrsg.): Essential Volunteer Management. London: Directory of Social Change 2. Auflage 1998, 221 Seiten

Eine gute und praktische Darstellung der Ehrenamtlichen-Koordination, die eingebettet sein sollte in ein Management der freiwilligen Mitarbeiter.


Müller, Carl Wolfgang: Wie Helfen zum Beruf wurde. Eine Methodengeschichte der sozialen Arbeit. Weinheim: Juventa 4. Auflage 2006, 336 Seiten, Abbildungen

Aus Armenpflege und Mildtätigkeit entwickelten sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts die klassischen Methoden der Sozialarbeit. Das Buch beschreibt die Entstehung neuer Ziele und Methoden und die Demontage der Sozialarbeit am Ende der Weimarer Republik.


Schmidbauer, Wolfgang: Das Helfersyndrom. Hilfe für Helfer. Reinbek: Rowohlt 2007, 347 Seiten

Wenn der Sozialstaat schrumpft, müssen Menschen darum ringen, dass die, die Hilfe benötigen, nicht völlig in den Abgrund rutschen - und geraten selbst immer mehr an den Rand ihrer Kräfte. Leicht verständlich fasst Wolfgang Schmidbauer seine wichtigsten Thesen zur Hilfe für Helfer zusammen und stellt die neusten Forschungsergebnisse vor. (Verlagstext).


©1999, 2010 AIDSfinder http://www.aidsfinder.org/ zuletzt aktualisiert am 09.03.2010