2 HIV/AIDS Taschenlexikon
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E
EACS: Abk. für European Aids Clinical Society.
EAP: Abk. für Expanded-Access-Programme.
EATG: Abk. für European AIDS Treatment Group.
EBV: Abk. für Epstein-Barr-Virus.
ECDC: Abk. für European Centre for Disease Prevention and Control.
Echinocandine: gegen Pilze wirksame Substanzen (Antimykotika), die den Aufbau der Zellwand von Pilzen stören; sie haben oft eine geringere Toxizität als andere Antimykotika; zur Therapie schwerer systemischer Mykosen werden z.B. Anidulafungin, Caspofungin und Micafungin verwendet.
Efavirenz: Abk. EFV, Handelsnamen Sustiva, Stocrin; antiretroviral wirksames Arzneimittel (NNRTI) zur Kombinationstherapie einer HIV-Infektion. UAW: u.a. Arzneimittelexanthem, Kopfschmerz, psychische Symptome, Schlafstörungen, Herabsetzung des Reaktionsvermögens; Tierversuche erbrachten Hinweise auf schwere Fruchtschädigungen während der Embryonalperiode.
Effloreszenz: sog. Hautblüte; krankhafte Hautveränderungen als Primäreffloreszenz als direkte Folge einer Erkrankung oder als Sekundäreffloreszenz durch spätere Veränderungen von Primäreffloreszenzen.
EHRN: Abk. für Eurasian Harm Reduction Network.
EIA: Abk. für Enzym-Immunoassay.
eingewachsener Nagel: Unguis incarnatus; v.a. an der Großzehe auftretende Nagelveränderung mit überschießendem Nagelwachstum; Vorkommen z.B. bei Stoffwechselerkrankungen (u.a. Diabetes mellitus), auch als unerwünschte Arzneimittelwirkung (u.a. Indinavir, Retinoide). Behandlung mit Antiseptika, evtl. chirurgische Nagelexzision.
Einschlußkörperchenkrankheit: wenig gebräuchliche Bez. für Zytomegalie, bei der abnorm große Zellen mit einem zentralen Einschlußkörperchen mikroskopisch nachweisbar sind (sog. Eulenaugenphänomen).
Ekthyma: sog. Lochschwäre; etwa linsengroße, scharfrandige eitrige Geschwüre der Hautoberfläche, meist durch Streptokokken verursacht; bei Abwehrschwäche kann es bei Infektionen mit bestimmten Erregern (z.B. Pseudomonas aeruginosa) zu einem generalisierten Verlauf kommen.
Ekzem: nicht übertragbare entzündliche Hauterkrankung mit Juckreiz, Rötung, Papeln, Bläschen, Schuppung oder Krustenbildung. Vorkommen z.B. als endogenes oder atopisches Ekzem (Neurodermitis) v.a. bei Veranlagung zu allergischen Reaktionen, häufige Lokalisation an den Beugeseiten der Gelenke und schubweiser Verlauf; herpetisches Ekzem bei Herpes-simplex-Virusinfektionen und (bakteriellen) Superinfektionen; mikrobielles Ekzem mit runden, meist scharf abgegrenzten, nässenden Herden und Krustenbildung im Zusammenhang mit bakteriellen Infektionen; seborrhoisches Ekzem, s. seborrhoische Dermatitis.
eliminieren: beseitigen, entfernen.
ELISA: Abk. für (engl.) enzyme-linked immunosorbent assay; labormedizinischer Nachweis biologisch aktiver Substanzen (Antigene) mittels Antigen-Antikörper-Reaktion und Enzymreaktion, wobei das Antigen (z.B. Viruspartikel) an eine sog. Festphase gebunden ist. Anwendung im Rahmen der HIV-Diagnostik als Suchtest; vgl. HIV-Antikörpertest.
Eltrombopag: experimentelles Medikament, das durch Aktivierung des Thrombopoietin-Rezeptors zu einer Erhöhung der Thrombozytenzahl führt und in Studien zur Behandlung der Thrombozytopenie untersucht wird. UAW: u.a. grippeähnliche Beschwerden, Kopfschmerz.
Elvitegravir: auch GS-9137, JTK303; experimentelles antiretrovirales Medikament (Integraseinhibitor), das in klinischen Studien zur Kombinationstherapie der HIV-Infektion untersucht wird. UAW: u.a. Laborwertveränderungen.
Elvucitabin: auch ACH-126,443, beta-L-Fd4C; experimentelles antiretrovirales Medikament (Nukleosidanalogon), das in klinischen Studien zur Kombinationstherapie der HIV-Infektion untersucht wird. UAW: u.a. Hautausschlag.
EMEA: Abk. für European Medicines Agency.
Emtricitabin: Abk. FTC, Handelsname Emtriva; antiviral wirksames Arzneimittel (Nukleosidanalogon) zur Kombinationstherapie einer HIV-Infektion, das in Studien auch zur Therapie einer chronischen Hepatitis B untersucht wird. UAW: u.a. gastrointestinale Störungen, Leberwerterhöhungen.
Emtriva: Handelsname für Emtricitabin.
Endemie: Fachbez. für übertragbare Krankheiten, deren Ausbreitungsmuster durch ein (beständiges) Vorkommen in einem geographisch begrenzten Gebiet oder einer bestimmten Bevölkerungsgruppe charakterisiert ist.
endogen: im Körper gebildet oder entstanden.
endogenes Ekzem: auch atopisches Ekzem, Neurodermitis; s. Ekzem.
Endoskopie: Betrachtung eines inneren Organs oder einer Körperhöhle (Spiegelung) mit speziellen optischen Instrumenten (sog. Endoskopen) zur Untersuchung, Gewebeentnahme oder Behandlung.
Endpunkte: s. klinische Endpunkte.
Enfuvirtid: Abk. ENF, T-20, Handelsname Fuzeon; antiretroviral wirksames Arzneimittel (Fusionsinhibitor) zur Kombinationstherapie einer HIV-Infektion. UAW: u.a. Rötungen und Verhärtungen an der Injektionsstelle, gastrointestinale Störungen, Neuropathie.
enoral: im Mund.
Entecavir: antivirales Arzneimittel (Nukleosidanalogon), das zur Behandlung der chronischen Hepatitis B verwendet wird. UAW: u.a. Kopfschmerz, Schlaflosigkeit, gastrointestinale Störungen.
Enteritis: entzündliche Erkrankungen des Dünndarms; Symptome sind flüssige, übelriechende Durchfälle und Erbrechen; ursächlich sind häufig bakterielle Infektionen; v.a. bei Kindern, älteren Menschen oder Menschen mit geschwächtem Allgemeinzustand ist ein Ausgleich von Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten erforderlich.
Enterokolitis: entzündliche Erkrankungen von Dick- und Dünndarm.
Enteropathie: Fachbez. für Darmerkrankung; als HIV-assoziierte Enteropathie wird eine nichtinfektiöse Schleimhautveränderung beschrieben, bei der es zu Durchfällen, unzureichender Nährstoffaufnahme und Gewichtsverlust kommt; ein Übergang in ein Wasting-Syndrom ist möglich.
Entry-Inhibitoren: Substanzen, die den Eintritt (engl. entry) von HIV in Körperzellen hemmen; nach Ansatzpunkten werden unterschieden: CD4-Bindungsinhibitoren, die die Bindung von HIV an CD4-Rezeptoren hemmen; Chemokinrezeptorenblocker, die eine Bindung von HIV an CCR5 oder CXCR4 hemmen (CCR5-Blocker, CXCR4-Blocker) und Fusionsinhibitoren, die die Vereinigung (Fusion) von HIV mit Körperzellen durch Bindung an das virale Glykoprotein gp41 hemmen.
env: Strukturgen von Retroviren, das bei HIV u.a. Glykoproteine für die Virushülle (engl. envelope) kodiert.
Enzephalitis: Fachbez. für entzündliche Veränderungen des Gehirns.
Enzephalopathie: Fachbez. für krankhafte Veränderungen des Gehirns. Als HIV-Enzephalopathie werden mit Hirngewebeschwund (Atrophie) einhergehende Veränderungen infolge einer HIV-Infektion bezeichnet; Vorkommen v.a. bei ausgeprägter Immunschwäche mit einer CD4-Zellzahl unter 200/µl. Als Symptome können Störungen kognitiver Funktionen (u.a. Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen), psychische Veränderungen (u.a. Antriebsverlust, sozialer Rückzug, Depression), Beeinträchtigungen der Motorik (u.a. Verlangsamung, Störungen der Feinmotorik, Gangstörungen) und vegetative Störungen (u.a. Blasenentleerungsstörungen, sexuelle Funktionsstörungen) auftreten; eine Beteiligung des Rückenmarks (HIV-Myelopathie) und ein Übergang in eine AIDS-Demenz sind möglich. Bei Kindern können Gedeih- und Entwicklungsstörungen im Vordergrund stehen. Die Diagnose wird anhand des klinischen Bilds, neuropsychologischer Untersuchungen, bildgebender Verfahren, Liquoruntersuchung und ggf. apparativer Zusatzuntersuchungen (Elektroenzephalogramm) gestellt. Bei der Therapie steht eine wirksame antiretrovirale Kombinationstherapie mit liquorgängigen Arzneimitteln im Vordergrund; ergänzend kann ein Behandlungsversuch mit hirnleistungssteigernden Arzneimitteln angezeigt sein.
Enzym: historische Bez. auch Ferment; Fachbez. für körpereigene Eiweisse (Proteine), die biochemische Reaktionen und Stoffwechselprozesse ermöglichen oder beschleunigen, ohne selbst dabei verändert zu werden.
Enzym-Immunoassay: Abk. EIA; labormedizinischer Nachweis biologisch aktiver Substanzen mittels Antigen-Antikörper-Reaktion und Enzymreaktion; vgl. ELISA.
Enzyminduktion: vermehrte Bildung oder gesteigerte Aktivität von Enzymen; in der Folge können bestimmte Stoffwechselvorgänge und der Abbau von Arzneimitteln beschleunigt sein; im Rahmen des Arzneimittelmetabolismus (Verstoffwechselung) sind u.a. Induktionen von Zytochromen bedeutsam.
Enzyminhibition: Enzymhemmung mit verringerter Aktivität von Enzymen; in der Folge können bestimmte Stoffwechselvorgänge und der Abbau von Arzneimitteln verlangsamt sein; im Rahmen des Arzneimittelmetabolismus (Verstoffwechselung) sind u.a. Hemmungen von Zytochromen bedeutsam.
Epidemie: Fachbez. für übertragbare Krankheiten, deren Ausbreitungsmuster durch ein (zunehmendes) Vorkommen in einer Region, einem Großraum oder einer Bevölkerungsgruppe charakterisiert ist.
Epidemiologie: wissenschaftliche Fachrichtung, die sich mit Ursachen, Häufigkeit und Ausbreitung von Erkrankungen sowie deren Risikofaktoren und (sozioökonomischen oder individuellen) Folgen befaßt. Aufgaben der Infektionsepidemiologie, die sich mit übertragbaren Krankheiten befaßt, sind u.a. das Erkennen von Krankheitsausbrüchen, die Beschreibung von Prävalenz und Inzidenz, Identifikation von Risikofaktoren sowie der Infektionsschutz; vgl. Prävention.
Epitheloidangiomatose: s. bazilläre Angiomatose.
Epitop: sog. Antigendeterminante; der Bereich eines Antigens, der eine Immunantwort durch Antikörperbildung oder Bindung von Immunzellen auslöst. Nach Aufnahme von Antigenen weisen sog. antigenpräsentierende Zellen diese Bereiche an ihrer Zelloberfläche auf; vgl. Antigenpräsentation.
Epivir: Handelsname für Lamivudin.
EPO: Abk. für Erythropoetin.
Epstein-Barr-Virus: Abk. EBV; das humane Herpesvirus 4 (HHV-4); Erreger der Mononukleose, häufig bei oraler Haarleukoplakie, Non-Hodgkin-Lymphomen, Nasen- oder Speicheldrüsentumoren nachweisbar.
Eradikation: Fachbez. für die vollständige Entfernung von Krankheitserregern aus Körper, Geweben oder Organen; sie ist bei vielen Infektionen durch die Immunantwort oder eine Therapie (z.B. mit Antibiotika oder Chemotherapeutika) möglich. Bisherige Versuche zu einer Eradikation von HIV aus dem Körper z.B. mit antiretroviraler Kombinationstherapie, Immunaktivierung oder gentherapeutischen Eingriffen sind fehlgeschlagen, da u.a. in Virusreservoiren vorhandene latente HIV-Viren nicht erreicht wurden; vgl. Persistenz.
Erbrechen: reflektorische Entleerung des Mageninhalts durch den Mund; auslösend können mechanische, chemische (z.B. medikamentöse) oder olfaktorische Reize sowie u.a. gastrointestinale oder neurologische Erkrankungen sein. Falls keine ursächliche Therapie möglich ist, Behandlung z.B. durch Ernährungsanpassung, ggf. medikamentös mit Antiemetika.
Erektionsstörungen: s. sexuelle Funktionsstörungen.
Ernährungsstörungen: Störungen bei der Nahrungsaufnahme; im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion werden sie oft ohne spezifische Ursache beobachtet, können aber auch durch Infektionen, Tumorerkrankungen und Stoffwechselstörungen sowie Arzneimittel hervorgerufen bzw. verstärkt werden; häufig sind Appetitlosigkeit, Durchfall, Erbrechen, Geschmacksveränderungen, Nahrungsmittelintoleranzen, Schluckbeschwerden oder Übelkeit. Falls keine ursächliche Therapie möglich ist, Behandlung durch Ernährungsanpassungen, ggf. nach ausführlicher individueller Ernährungsberatung.
Erreger: Kurzbez. für Krankheitserreger.
Erstinfektion: s. Primärinfektion.
Eruption: Ausbruch, Hervortreten; auch als Fachbez. für Hautausschlag verwendet.
Erythem: flächenhafte Hautrötung.
Erythromycin: Makrolid-Antibiotikum, das bei zahlreichen bakteriellen Infektionen verwendet wird. UAW: u.a. allergische Reaktionen, Übelkeit, cholestatische Hepatitis.
Erythropoetin: Abk. EPO; körpereigener Wachstumsfaktor (Zytokin), der die Bildung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) stimuliert; bei einer HIV-Infektion ist die Konzentration von körpereigenem EPO erniedrigt. Rekombinantes EPO wird u.a. als Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Anämie (Blutarmut) verwendet. UAW: u.a. grippeähnliche Symptome.
Escape-Mutanten: Bez. für HIV-Viren, bei denen es zu Mutationen gekommen ist, die eine Erkennung durch zytotoxische T-Lymphozyten unmöglich macht; diese Viren entkommen (engl. escape) der zellulären Immunantwort.
Escherichia-coli-Infektionen: Infektionen mit dem Bakterium Escherichia coli, einem häufigen Erreger von Harnweginfektionen und schweren wäßrigen Durchfällen. Therapie mit Antibiotika.
Etanercept: Arzneimittel, das zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis verwendet wird und den Tumor-Nekrose-Faktor alpha neutralisiert; Untersuchung in Studien zur Behandlung der Tuberkulose bei HIV-Infektion. UAW: u.a. erhöhtes Risiko für Infektionen.
Ethambutol: Arzneimittel zur Kombinationstherapie von Tuberkulose und atypischen Mykobakteriosen (Tuberkulostatikum). UAW: u.a. gastrointestinale Störungen, gichtähnliche Symptome durch Hyperurikämie, selten Sehstörungen.
Ethikkommission: aus Experten verschiedener Fachrichtungen (u.a. Medizin, Jura, Theologie, Pflege) und Laien zusammengesetzter Ausschuß, der im Rahmen der medizinischen Forschung Studien unter ethischen (z.T. auch rechtlichen und sozialen) Aspekten bewertet; Beurteilungskriterien sind u.a. Patientensicherheit (Vermeidung eventueller Gefährdungen von Studienteilnehmern) und Einhaltung ethischer Normen in der klinischen Forschung mit Menschen, die u.a. in der Helsinki-Deklaration des Weltärztebundes (1975, seitdem verschiedene Ergänzungen) festgehalten sind. Rechtliche Grundlagen in Deutschland sind das Arzneimittel- und Medizinproduktegesetz sowie einschlägige Landesgesetze; Ethikkommissionen sind an Ärztekammern, Hochschulen oder privatwirtschaftlichen Institutionen als unabhängige Gremien angesiedelt. Bei klinischen Studien ist die Vorlage des Studienprotokolls bei der zuständigen Ethikkommission verbindlich vorgesehen; die klinische Prüfung eines Arzneimittels am Menschen darf nur begonnen werden, wenn eine zustimmende Bewertung vorliegt.
Ethionamid: Arzneimittel zur Kombinationstherapie von Tuberkulose und atypischen Mykobakteriosen (Tuberkulostatikum).
Etoposid: Arzneimittel (Zytostatikum), das u.a. zur Behandlung von Non-Hodgkin-Lymphomen, Leukämie und Kaposi-Sarkom verwendet wird. UAW: u.a. Haarausfall, Leukozytopenie.
Etravirin: auch TMC-125; experimentelles antiretrovirales Medikament (NNRTI), das in klinischen Studien zur Kombinationstherapie der HIV-Infektion untersucht wird. UAW: u.a. gastrointestinale Störungen, Kopfschmerz.
Eurasian Harm Reduction Network: EHRN; seit 1997 bestehendes Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen und Einzelpersonen mit Sitz in Vilnius; Ziele sind u.a. die Etablierung der Harm Reduction auf dem Gebiet der Drogenpolitik in Osteuropa und Zentralasien und eine soziale Gleichberechtigung von (drogengebrauchenden) Menschen mit HIV und AIDS (http://www.harm-reduction.org).
Europäische Falldefinition: seit 1993 in Europa geltende AIDS-Falldefinition, die auf dem Nachweis einer HIV-Infektion und klinischen Ereignissen basiert, bei der aber im Unterschied zur CDC-Falldefinition Veränderungen der CD4-Zellzahl ohne klinisch manifeste Erkrankung nicht ausreichend sind für die Diagnose AIDS; s. Tabelle.
Europäische Falldefinition für Jugendliche > 13 Jahre und Erwachsene
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Krankheitsbild |
Diagnose AIDS wird gestellt: |
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nur bei diagnostisch |
auch bei klinischem Verdacht** |
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Candidiasis des Ösophagus |
ja |
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Candidiasis der Trachea, Bronchien, Lunge |
ja |
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HIV-Enzephalopathie |
ja |
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Herpes simplex-Virus bedingte chronische Ulzera (>1 Monat), Bronchitis, Pneumonie, Ösophagitis |
ja | ||||||||||
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Histoplasmose, extrapulmonal oder disseminiert |
ja |
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Isosporidiasis |
ja |
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Kaposi-Sarkom |
ja |
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Kokzidioidomykose, extrapulmonal oder disseminiert |
ja |
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Kryptokokkose, extrapulmonal |
ja |
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Kryptosporidiose, chronisch intestinal (>1 Monat) |
ja |
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Lymphom vom Burkitt-Typ |
ja |
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Lymphom vom immunoblastischen Typ |
ja |
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primär zerebrales Lymphom |
ja |
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Mycobacterium-avium-Komplex (MAK) oder Mycobacterium kansasii, extrapulmonal oder disseminiert |
ja | ||||||||||
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Mycobacterium tuberculosis, alle Formen |
ja |
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Mykobakterien, andere und nicht klassifizierte Typen, extrapulmonal oder disseminiert |
ja | ||||||||||
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Pneumocystis-carinii-Pneumonie (PcP) |
ja |
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wiederholte Pneumonien (mehr als 1 in 12 Monaten) |
ja |
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progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML) |
ja |
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wiederholte Salmonellen-Septikämie |
ja |
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Toxoplasmose des Gehirns |
ja |
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Wasting-Syndrom (HIV-Kachexiesyndrom) |
ja |
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invasives Zervixkarzinom |
ja |
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Zytomegalie-Virus-Erkrankung (CMV)anderer Organe als Leber, Milz oder Lymphknoten |
ja |
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Zytomegalie-Virus-Retinitis (CMV-Retinitis) |
ja |
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Zusätzlich bei Kindern unter 13 Jahren |
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Bakterielle Infektionen (mehr als 1 in 2 Jahren)*** |
ja |
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lymphoide interstitielle Pneumonie (LIP) oder pulmonale lymphoide Hyperplasie |
ja |
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European Aids Clinical Society: EACS; 1991 gegründete medizinische Fachgesellschaft mit Sitz in Paris; Ziele sind u.a. Information und Fortbildung zu medizinisch-wissenschaftlichen Entwicklungen und die Erstellung europäischer Therapieleitlinien (http://www.eacs.eu).
European AIDS Treatment Group: EATG; 1991 gegründete Selbsthilfeorganisation mit Sitz in Brüssel; Ziele sind u.a. die Verbesserung der Therapie für Menschen mit HIV und AIDS und die Beteiligung Betroffener an der Planung und Durchführung klinischer Studien (http://www.eatg.org).
European Centre for Disease Prevention and Control: ECDC; seit 2005 bestehende Behörde der Europäischen Union mit Sitz in Stockholm; Aufgaben sind u.a. die Beurteilung von Risiken durch übertragbare Krankheiten und die Information über Infektionskrankheiten (http://www.ecdc.europa.eu).
European Medicines Agency: EMEA; seit 1995 bestehende Behörde der Europäischen Union mit Sitz in London; Aufgaben sind u.a. die laufende Bewertung und Überwachung aller Human- und Tierarzneimittel; auf Grundlage der Bewertung durch die EMEA erteilt die Europäische Kommission Bescheide über mittels des sog. zentralisierten Verfahrens gestellte Anträge zur Zulassung von Arzneimitteln (http://www.emea.europa.eu).
Exanthem: Hautausschlag, der sich in großen Teilen des Körpers ausbreiten und evtl. von Juckreiz begleitet sein kann; Vorkommen u.a. bei vielen Infektionskrankheiten (z.B. akute HIV-Infektion, Windpocken). Vgl. Arzneimittelexantheme.
Exazerbation: Verschlimmerung, Steigerung.
exogen: außerhalb des Körpers entstanden oder von außen einwirkend.
Expanded-Access-Programme: Abk. EAP; Bez. für Verfahren, die Patienten, für die es keine anderen Behandlungsoptionen gibt und die nicht die Einschlußkriterien klinischer Studien erfüllen, Zugang zu experimentellen Medikamenten ermöglichen; i.d.R. durch Ausweitung der Zugangskriterien.
Exposition: Fachbez. für eine Situation, in der eine Person oder ein Organismus bestimmten äußeren Faktoren, Risiken oder Umweltbedingungen ausgesetzt ist.
Expressionssystem: gentechnologische Fachbez. für Zellen, die nach Integration spezifischer Gene die von diesen Genen kodierten Proteine bilden; in der Impfstoffentwicklung u.a. Verwendung von chinesischen Hamster-Ovarialzellen (CHO) oder Baculovirus.
extra-: Wortteil mit der Bedeutung außerhalb, außen.
extrapulmonal: außerhalb der Lunge.
extrazellulär: außerhalb der Zelle.
extrazerebral: außerhalb des Gehirns.
Exzision: chirurgische Entfernung durch Ausschneiden von Gewebe- oder Organteilen.
Ezetimib: Arzneimittel, das zur Behandlung einer Hypercholesterinämie verwendet wird (Lipidsenker). UAW: u.a. Kopfschmerz, gastrointestinale Störungen.